Wasserstoff-Ausbau scheitert an Kosten und Bürokratie – Industrie fordert radikale Lösungen
Wasserstoff-Ausbau scheitert an Kosten und Bürokratie – Industrie fordert radikale Lösungen
Deutschlands Vorstoß für Wasserstoff in der Industrie stockt wegen hoher Kosten und bürokratischer Hürden
Der Ausbau von industriell genutztem Wasserstoff in Deutschland gerät ins Stocken – Grund sind explodierende Kosten und regulatorische Hindernisse. Grüner, durch Elektrolyse erzeugter Wasserstoff, der den strengen EU-Vorgaben entspricht, bleibt deutlich teurer als Erdgas und hält Unternehmen davon ab, umzusteigen. Nun suchen Branchenverbände und die Bundesregierung nach neuen Wegen, um die Einführung zu beschleunigen.
Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hat einen Plan vorgelegt, um den stockenden Wasserstoffmarkt wiederzubeleben. Im Mittelpunkt steht ein sogenannter "Wasserstoff-Midstreamer" – ein staatlich unterstützter Vermittler, der Produzenten und Verbraucher zusammenbringen und gleichzeitig Investitionsrisiken verringern soll. Dieses Modell würde zudem stabile Preise und Versorgungssicherheit garantieren und damit zentrale Bedenken der Industrie ausräumen.
Der VIK warnt davor, dass verpflichtende Quotenregelungen – wie etwa die THG-Quote im Verkehrssektor – die Wirtschaft mit zusätzlichen Kosten und Bürokratie belasten würden. Stattdessen schlägt der Verband ein Contract-for-Difference-(CfD)-Modell vor, bei dem staatliche Subventionen die Lücke zwischen hohen Produktionskosten und den Zahlungsbereitschaft der Abnehmer schließen. Dieser Ansatz ähnelt einem kürzlichen Vorschlag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), das ebenfalls Midstreamer als Instrument zur Förderung von Kooperationen und zur Reduzierung finanzieller Unsicherheiten befürwortet.
Damit das System funktioniert, veranschlagt der VIK jährliche Subventionen im mittleren bis hohen einstelligen Milliardenbereich, um eine Million Tonnen Wasserstoff zu fördern. Entscheidend sei, dass die Finanzierung für mindestens ein Jahrzehnt – idealerweise fünfzehn Jahre – gesichert werde, um Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen in Produktion, Infrastruktur und Fabrikanlagen zu geben. Die Midstreamer selbst würden neutral agieren und während der Übergangsphase sowohl grünen Wasserstoff als auch andere CO₂-arme Varianten vermitteln.
Ziel des Plans ist es, die Blockade bei der Wasserstoffexpansion in Deutschland zu durchbrechen, indem Risiken und Kosten zwischen Staat und Privatwirtschaft geteilt werden. Sollte das Midstreamer-Modell umgesetzt werden, könnte es die langfristige Stabilität bieten, die die Industrie für den Ausstieg aus dem Erdgas benötigt. Der Erfolg des Vorhabens hängt jedoch davon ab, ob ausreichend öffentliche Mittel bereitgestellt werden und bürokratische Hürden vermieden werden.
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