Artenschutz-Skandal in Osterath: Warum die Kreuzkröte um ihr Überleben kämpft
Artenschutz-Skandal in Osterath: Warum die Kreuzkröte um ihr Überleben kämpft
Gruppe Meerbusch für Tierrechte und Naturschutz kritisiert Artenschutzmängel bei Amprion-Bauarbeiten in Osterath
Die Gruppe Meerbusch für Tierrechte und Naturschutz übt scharfe Kritik am Umgang mit dem Artenschutz während der Bauarbeiten des Netzbetreibers Amprion in Osterath. Seit 2023 beobachtet die Gruppe die Baustelle und wirft dem Unternehmen vor, zentrale Schutzmaßnahmen für die stark gefährdete Kreuzkröte vernachlässigt oder mangelhaft umgesetzt zu haben. Die streng nach europäischem Recht geschützte Art sieht sich weiteren Bedrohungen ausgesetzt, da ihre Laichgewässer zerstört bleiben – ohne dass Wiederherstellungspläne existieren.
Im Juni 2023 begann die Gruppe, Mängel am Amphibien- und Reptilienschutzzaun um das Baugelände zu dokumentieren. Ihre Untersuchungen förderten fehlerhafte Montagen und anhaltende Lücken zutage, insbesondere im Bereich der Torabschnitte, die erst nach wiederholten Beschwerden behoben wurden. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Rhein-Kreises Neuss bestätigte das Problem Ende 2025 und wies Amprion an, die Lücken sorgfältiger zu schließen. Offizielle Nachkontrollen oder Sanktionen wegen der Verstöße blieben jedoch aus.
Amprion hatte zuvor erklärt, der Zaun sei bis zum 31. März 2023 vollständig fertiggestellt worden. Die Beweise der Gruppe zeigten jedoch das Gegenteil: Die Mängel bestanden über Jahre fort. Auch stießen Forderungen nach Transparenz auf Hindernisse: Als die UNB ein Dokument zur Genehmigung des Zauns herausgab, waren von acht Seiten siebeneinhalb geschwärzt – inklusive aller Fotos. Eine Überprüfung, ob der Zaun den rechtlichen Vorgaben entsprach, war damit unmöglich.
Kritik übt die Gruppe zudem an der ausbleibenden Schaffung neuer Laichgewässer für die Kreuzkröte. Das von Amprion als Ausgleichsfläche ausgewiesene Gebiet im Süden Osteraths, das den Lebensraumverlust kompensieren soll, weist weiterhin keine der für die Fortpflanzung notwendigen Mulden oder Senken auf. Die Behörden bestätigten, dass derzeit keine Maßnahmen zur Wiederherstellung dieser entscheidenden Habitate geplant sind. Angesichts der ausbleibenden Fortschritte hat die Gruppe nun eine auf Umweltrecht spezialisierte Anwältin beauftragt, um rechtlich gegen das Vorgehen der UNB vorzugehen.
Zudem wirft die Gruppe sowohl Amprion als auch der UNB vor, die Baugenehmigung für das Umrichterprojekt ohne ausreichende Prüfung beschleunigt zu haben. Trotz mehrfacher Versuche, mit Unternehmen und Behörden in Dialog zu treten, blieben die Antworten aus Sicht der Gruppe unzureichend – die langfristigen Bedenken für das Überleben der Kröte bleiben damit ungelöst.
Ohne Wiederherstellungspläne für die Laichgewässer und ohne Konsequenzen für die dokumentierten Schutzversäumnisse steht die Zukunft der Kreuzkröte in Osterath weiter auf dem Spiel. Mit der Ankündigung rechtlicher Schritte tritt der Konflikt in eine neue Phase ein – während die Forderungen nach Verantwortung und einer strengeren Durchsetzung des Artenschutzrechts lauter werden.
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