Philippe Quesnes "Le Paradoxe de John" feiert rauschende Deutschlandpremiere im HAU Berlin
Philippe Quesnes "Le Paradoxe de John" feiert rauschende Deutschlandpremiere im HAU Berlin
Eine bemerkenswerte Neuinszenierung des französischen Regisseurs Philippe Quesne feiert nun ihre Deutschlandpremiere."Le Paradoxe de John" wird im Berliner HAU uraufgeführt und verbindet Theater, Lyrik und bildende Kunst zu einem faszinierenden Ganzen. Die Produktion, die im vergangenen November in Paris Premiere feierte, gastiert nun im Rahmen einer größeren Tournee, die auch das Hamburger Kampnagel umfasst.
Die Aufführung lässt sich von der Lyrik Laura Vazquez' inspirieren, die 2023 mit dem Prix Goncourt de la Poésie ausgezeichnet wurde. Quesne verwandelt ihre Verse in eine Reihe verspielter, oft absurder Szenen. Slapstick-Einlagen und surreale Zwischenspiele persiflieren die Attitüden der Kunstwelt, ohne dabei den leichten, rätselhaften Grundton zu verlieren.
Im Zentrum der Bühne hängt ein einfacher Holzklappstuhl von der Deckenkonstruktion herab. Dieses schlichte Objekt, Teil von Quesnes Installation "Der emanzipierte Zuschauer", wird zum Brennpunkt der ansonsten karg gestalteten Bühnenszenerie. Der Regisseur arbeitet bewusst mit Mehrdeutigkeit und verzichtet darauf, die geisterhaften Figuren zu erklären, die durch die Performance gleiten.
Isabelle Angotti führt als Galeristin oder Aufseherin durch das Ensemble und geleitet das Publikum durch den ausstellungsartigen Raum. An ihrer Seite wirken drei neue Darsteller:innen – Céleste Brunnquell, Marc Susini und Veronika Vasilyeva-Rije –, die der Inszenierung frischen Schwung verleihen. Wie stets bei Quesne bleiben Erklärungen sparsam, sodass die Zuschauer:innen selbst ihre Deutungen entwickeln müssen.
Es ist bereits das achte Mal, dass Quesne eine Produktion ins HAU bringt. Sein Markenzeichen – eine bewusst vage, visuell dichte Erzählweise – bleibt unverändert. Die lockere, assoziative Struktur der Show weckt Neugier, statt Antworten zu liefern.
"Le Paradoxe de John" führt Quesnes Tradition fort, Theater und bildende Kunst zu verschmelzen. Die Mischung aus Poesie, Humor und Geheimnisvollem erreicht nun das Berliner Publikum, bevor es weiter nach Hamburg geht. Mit seinem unprätentiösen, doch zum Nachdenken anregenden Ansatz fordert das Stück die Zuschauer:innen auf, sich auf die offene Erzählweise einzulassen.
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