KI und Echtzeit-Daten revolutionieren Intensivmedizin mit Mona TeleICU

Albin Reising
Albin Reising
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen steht um ein Krankenhauszimmer herum, ein Mann hält in der Mitte ein Mikrofon, ein Bett mit einer Decke darauf links, verschiedene medizinische Geräte, ein Röntgengerät, eine Tafel mit Text, eine Tür, eine Wand und eine Decke mit Deckenleuchten im Hintergrund.Albin Reising

KI und Echtzeit-Daten revolutionieren Intensivmedizin mit Mona TeleICU

Neue Telemedizin-Plattform Mona TeleICU verbessert Intensivmedizin durch Echtzeit-Datenaustausch und KI-Unterstützung

Die Telemedizin-Plattform Mona TeleICU hilft Krankenhäusern, die Intensivversorgung durch Echtzeit-Datenaustausch und künstliche Intelligenz zu optimieren. Entwickelt wurde das System von Clinomic, einem Spin-off der RWTH Aachen, das medizinische Teams an verschiedenen Standorten vernetzt – stets mit sicheren, verschlüsselten Kommunikationswegen. Bereits jetzt kommt die Lösung in mehreren deutschen Krankenhausverbünden zum Einsatz, um Konsultationen und die Zusammenarbeit zu beschleunigen.

Parallel dazu zielt das EU-geförderte Projekt "ICUdata4Europe" darauf ab, den Zugang zu Intensivmedizin-Daten für Forschung und Innovation in den teilnehmenden Ländern auszubauen.

Clinomic brachte Mona TeleICU 2019 auf den Markt, um die Fernbehandlung von Intensivpatienten zu verbessern. Die Plattform ist mit dem Mona Patient Data Management System (PDMS) verknüpft und entspricht dem HL7-FHIR-Standard, sodass sie nahtlos mit anderen klinischen Systemen und Geräten zusammenarbeitet. Sie überträgt Live-Audio, -Video und medizinische Daten, sodass Ärzte unabhängig von ihrem Standort ein umfassendes Bild vom Zustand der Patienten erhalten.

Das System ist als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert und erfüllt damit strenge Sicherheits- und Leistungsvorgaben. Sämtliche über Mona TeleICU ausgetauschten Daten sind durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, um die Vertraulichkeit von Patientendaten während der Echtzeit-Kommunikation zu gewährleisten.

Ein zentraler Bestandteil der Plattform ist der Einsatz von KI – vor allem durch Spracherkennung und automatisierte Dokumentation. Medizinisches Personal kann per Sprachbefehl Fragen stellen, woraufhin das System Handlungsempfehlungen gibt oder relevante Unterlagen abruft. Dadurch verringert sich der Verwaltungsaufwand, und Ärzte können sich stärker auf die Patientenversorgung konzentrieren.

Obwohl Mona TeleICU bereits in deutschen Krankenhäusern im Einsatz ist, gibt es keine öffentlichen Aufzeichnungen darüber, dass ein EU-Land die Plattform offiziell in sein nationales Gesundheitssystem integriert hat. Dank ihres Designs unterstützt sie jedoch grenzüberschreitende Zusammenarbeit – ein Ansatz, der zu größeren EU-Initiativen wie "ICUdata4Europe" passt. Dieses Vorhaben soll den Zugang zu Intensivmedizin-Daten für die Forschung in den teilnehmenden Ländern erleichtern.

Mit Mona TeleICU gelingt es deutschen Krankenhäusern bereits, die Intensivmedizin durch schnellere Konsultationen und besseren Datenaustausch zu verbessern. Die KI-gestützten Tools und sicheren Verbindungen der Plattform tragen dazu bei, die Fernbehandlung effizienter zu gestalten. Ihr Potenzial für den grenzüberschreitenden Einsatz könnte zudem in die weiteren EU-Pläne passen, den Zugang zu medizinischen Daten für Forschung und Innovation auszubauen.

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