25 March 2026, 10:19

Zwei Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: Der Kampf um Gerechtigkeit geht weiter

Amerikanischer Feuerwehrmann trägt eine Frau auf den Armen, im Hintergrund brennt ein Feuer und ein Tuch hängt an der linken Seite; unten steht der Text "Der amerikanische Feuerwehrmann, schnell zur Stelle."

Zwei Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: Der Kampf um Gerechtigkeit geht weiter

Zwei Jahre sind vergangen, seit der tödliche Brandanschlag in Solingen, bei dem eine junge vierköpfige Familie ums Leben kam. Überlebende und Angehörige kämpfen weiterhin mit Verzögerungen bei der Entschädigung – trotz laufender juristischer Bemühungen. Nun soll eine Gedenkveranstaltung an die Opfer zum Jahrestag der Tragödie erinnern.

Am 25. März 2024 zündete der damals 39-jährige Daniel S. ein Wohngebäude in Solingen an. Sein Motiv: sich selbst zu erhöhen, indem er andere erniedrigte. Bei dem Feuer starben vier Menschen – eine vierköpfige Familie –, weitere wurden schwer verletzt. Ein Paar mit seinem kleinen Kind überlebte nur, indem es aus dem Fenster des dritten Stocks sprang, und erlitt dabei schwere Verletzungen.

Daniel S. wurde später zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Doch der Kampf um Entschädigung zieht sich hin. Viele der Betroffenen, darunter zahlreiche in Bulgarien lebende Familien, sehen sich mit bürokratischen Hürden und Anerkennungsschwierigkeiten konfrontiert.

Nach dem deutschen Opferentschädigungsgesetz gibt es nur dann Zahlungen, wenn die Tat aus Staatsfeindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus motiviert war. Belege dafür fehlen in diesem Fall. Stattdessen müssen die Eltern der Verstorbenen nun einen Schockschaden – also psychische Traumata – nachweisen, um Anspruch auf Unterstützung zu haben. Die Opferberatung Rheinland begleitet die Überlebenden und Angehörigen seit Beginn des Verfahrens, doch viele warten auch zwei Jahre nach dem Anschlag noch immer auf eine Entschädigung.

Zum zweiten Jahrestag des Anschlags wird eine Gedenkveranstaltung in Solingen rund 100 Teilnehmer zusammenbringen, um der Opfer zu gedenken.

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Der Brandanschlag von Solingen hat tiefe Wunden hinterlassen. Überlebende und Angehörige kämpfen weiterhin um finanzielle Unterstützung. Während die juristischen Verfahren andauern, dient die anstehende Gedenkfeier als Mahnmal für die verlorenen Leben und den anhaltenden Kampf um Gerechtigkeit. Für viele Betroffene bleibt eine Entschädigung jedoch ungewiss.

Quelle