Zollbeamte in Aachen entlarven immer mehr Heizöldiesel-Betrüger mit riskanten Tricks
Marit CichoriusZollbeamte in Aachen entlarven immer mehr Heizöldiesel-Betrüger mit riskanten Tricks
Zollbeamte in Aachen decken zunehmend Fahrzeuge auf, die mit Heizöl statt mit Diesel betrieben werden. Bei dieser illegalen Praxis, auch als Heizöldiesel-Betrug bekannt, umgehen Fahrer höhere Kraftstoffsteuern – riskieren dabei aber harte Strafen.
Erst kürzlich entdeckten Prüfer einen Fahrzeugbesitzer, der sogar den Dieselfilter übermalt hatte, um den Verstoß zu vertuschen. Da Heizöl deutlich niedriger besteuert wird als herkömmlicher Diesel, ist es für manche Autofahrer eine verlockende, wenn auch gesetzwidrige Alternative. Um Betrugsfälle aufzudecken, entnehmen Zollbeamte bei Routinekontrollen Kraftstoffproben. Der Nachweis eines roten Farbstoffs – der Heizöl beigefügt wird – bestätigt die Ordnungswidrigkeit.
Wird ein Fahrer erwischt, muss er Steuern auf das gesamte Tankvolumen zahlen – unabhängig davon, wie viel Heizöl noch enthalten ist. Neben finanziellen Sanktionen kann Steuerhinterziehung in solchen Fällen sogar Haftstrafen von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen.
Das Zollamt Aachen verzeichnet einen spürbaren Anstieg solcher Vorfälle. Abgesehen von den rechtlichen Konsequenzen kann die Verwendung von Heizöl Motorschäden verursachen und schädliche Emissionen erhöhen. Die Behörden gehen weiterhin mit Kontrollen und Kraftstofftests gegen Heizöldiesel-Betrug vor. Schuldige müssen nicht nur die volle Steuer auf ihr Tankvolumen begleichen, sondern riskieren zusätzliche Bußgelder oder Freiheitsstrafen. Zudem birgt die Praxis technische und ökologische Risiken für die Fahrzeuge.






