Zoll stoppt Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Zollbeamte der Flughafenkontrolleinheit Paderborn/Lippstadt haben auf der Autobahn A2 einen norwegisch zugelassenen Transporter angehalten. Das Fahrzeug transportierte eine ungewöhnliche Ladung: einen M29C Weasel, ein ungepanzertes amphibisches Kettenfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Der 38-jährige Fahrer brachte das Fahrzeug von Norwegen nach Frankreich, um es dort zu verkaufen.
Der Mann verfügte zwar über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, ihm fehlten jedoch die erforderlichen Zollpapiere für die Einfuhr in die EU. Der geschätzte Wert des Weasel betrug 12.500 Norwegische Kronen – deutlich über dem Freibetrag von 300 Euro für Waren aus Drittländern. Daraufhin leiteten die Zollbeamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein.
Bevor der Fahrer seine Reise fortsetzen durfte, hinterlegte er 700 Euro als Sicherheit für die zu erwartenden Einfuhrabgaben und eine mögliche Strafe. Nach EU-Recht müssen Waren, die den Freibetrag überschreiten, deklariert und die Zollgebühren bei der Einreise entrichtet werden.
Nach der Hinterlegung der Kaution durfte der Transporter die Fahrt fortsetzen. Für weitere Rückfragen steht das Hauptzollamt Bielefeld zur Verfügung. Der Fall unterstreicht, wie wichtig die korrekte Dokumentation bei der Einfuhr hochwertiger Güter in die EU ist.
