Zoll stoppt Kühltransporter mit zwei Tonnen illegaler Lebensmittel auf der A44
Albin ReisingZoll stoppt Kühltransporter mit zwei Tonnen illegaler Lebensmittel auf der A44
Zollbeamte stoppen Kühltransporter mit fast zwei Tonnen undeclarierter Lebensmittel
Am 5. November 2025 hielten Zollfahnder des Hauptzollamts Bielefeld auf der Autobahn A44 bei Bad Wünnenberg einen moldauisch zugelassenen Kühltransporter an. Im Inneren entdeckten sie fast zwei Tonnen nicht deklarierte Lebensmittel, darunter rohes Fleisch, Käse und Eier – Waren, die nach EU-Sicherheitsvorschriften nicht eingeführt werden dürfen. Gegen die beiden 34-jährigen Insassen wird nun wegen Verstößen gegen Einfuhrbestimmungen und Steuerhinterziehung ermittelt.
Der Transporter war bei einer Routinekontrolle auf der A44 angehalten worden. Die beiden Männer gaben an, Pakete an moldauische Staatsbürger in Irland ausliefern zu wollen. Doch ihre Angaben wiesen schnell Widersprüche auf.
Bei der Durchsuchung förderten die Beamten eine große Menge an Waren zutage: 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol sowie fast zwei Tonnen Fleisch, Käse, Eier und frisches Obst und Gemüse. Das rohe Fleisch, der Käse und die Eier verstießen gegen EU-Lebensmittelsicherheitsgesetze, während für das frische Obst und Gemüse die vorgeschriebene Pflanzengesundheitsbescheinigung fehlte.
Keine der Waren war verzollt worden, und es waren auch keine Einfuhrabgaben entrichtet worden. Der Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro zur Deckung der Lager-, Entsorgungskosten und möglicher Bußgelder. Nach Rücksprache mit dem Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Soest wurden die leicht verderblichen Waren von einem Entsorgungsunternehmen vernichtet.
Der deutsche Zoll verzeichnet in letzter Zeit eine Zunahme solcher Fälle. Allein in den Jahren 2024 und 2025 wurden rund 1.200 Vorfälle mit illegalen oder nicht deklarierten Lebensmitteleinfuhren registriert. Betroffen waren vor allem Fleisch, Milchprodukte und Gewürze, insbesondere an großen Einreiseknotenpunkten wie dem Frankfurter Flughafen und dem Hamburger Hafen.
Den beiden Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen der Missachtung von Einfuhrverboten und Steuerhinterziehung. Ihre Sicherheitsleistung wird zur Deckung der Kosten für Beschlagnahmung und Entsorgung der Waren verwendet. Die Behörden überwachen Lebensmitteleinfuhren weiterhin streng, um weitere Verstöße zu verhindern.






