24 May 2026, 22:20

Zoll schlägt zu: Acht Tonnen unversteuerter Kaffee beschlagnahmt

HZA-K: ZOLL: Vier Tonnen unbesteuerter Kaffee beschlagnahmt

Zoll schlägt zu: Acht Tonnen unversteuerter Kaffee beschlagnahmt

Deutsche Zollbehörden gehen gegen großangelegten Kaffeesteuerbetrug vor

In den vergangenen Wochen haben deutsche Zollbeamte mit einer Reihe koordinierter Aktionen gegen massenhaften Steuerbetrug im Kaffeebereich durchgegriffen. Dabei beschlagnahmten sie fast acht Tonnen unversteuerten Kaffee, was zu Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung führte. Die illegalen Importe erfolgen vor dem Hintergrund von Rekordsteuereinnahmen von rund einer Milliarde Euro aus dem Kaffeesektor im Jahr 2024.

Die jüngste Beschlagnahmung begann am 16. September 2025, als Zollbeamte an der Raststätte Königsforst an der Autobahn A3 einen 39-jährigen syrischen Fahrer kontrollierten. Sein Fahrzeug, ein kleiner Transporter, wurde zu einer Kontrollstelle gebracht und entladen. Waagen bestätigten 245 Kilogramm löslichen Kaffee und 176 Kilogramm Röstkaffee – keiner der Ware war versteuert worden.

Bereits zuvor hatten Ermittlungen Hinweise auf weitere drei Tonnen unversteuerten Kaffee ergeben, der aus den Niederlanden eingeführt worden war. Gleichzeitig führten Beamte der Hauptzollämter Darmstadt und Gießen parallele Kontrollen durch und beschlagnahmten zusätzliche dreieinhalb Tonnen nicht deklarierten Kaffee. Der Steuerausfall durch diese Beschlagnahmungen beläuft sich auf über 17.000 Euro.

In Deutschland beträgt die Kaffeesteuer 2,19 Euro pro Kilogramm für Röstkaffee und 4,78 Euro pro Kilogramm für löslichen Kaffee. Gegen den 36-jährigen deutschen Geschäftsinhaber, der mit den illegalen Importen in Verbindung steht, wurden nun Steuerhinterziehungsverfahren eingeleitet.

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Die Razzia unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Steuerhinterziehung im Kaffeehandel zu bekämpfen. Angesichts von rund einer Milliarde Euro an Kaffeesteuereinnahmen im vergangenen Jahr zeigen die Beschlagnahmungen, welche finanziellen Dimensionen hier auf dem Spiel stehen. Die Ermittlungen gegen den 36-jährigen Verdächtigen laufen noch, weitere Sanktionen sind möglich.

Quelle