01 May 2026, 04:24

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch das 25-Millionen-Defizit bleibt

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Entwurfsstadtbahnprojekt", zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch das 25-Millionen-Defizit bleibt

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten dem Plan zu. Trotz der einstimmigen Unterstützung bleiben jedoch Bedenken wegen eines Defizits von 25 Millionen Euro und steigender Kosten für Familien. Nach zügiger Finalisierung tritt der Haushalt nun im Juli rechtlich in Kraft.

Das Haushaltsverfahren verlief ungewöhnlich schnell: Jede Fraktion beschränkte ihre Wortbeiträge auf fünf Minuten. Die Grünen billigten zwar den Finanzplan, wiesen aber auf die sich verschlechternde Haushaltslage der Stadt hin. Sie forderten unverzügliche Maßnahmen, um die wachsende Abhängigkeit von Liquiditätskrediten zu verringern.

Auch die SPD gab ihre Zustimmung, drängte jedoch auf eine stärkere Haushaltskonsolidierung. Zwar begrüßte sie den Bauturbo, der den sozialen Wohnungsbau beschleunigen soll, kritisierte aber gleichzeitig die Kürzungen beim Deutschlandticket für Studierende. Als Lösungsansatz schlug die Fraktion vor, nicht zwingend notwendige Ausgaben zu streichen, um die finanzielle Belastung zu mindern.

Eltern in Willich protestierten gegen höhere Kita-Gebühren und eine dauerhafte jährliche Kostenanpassung. Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl den Geschwisterzuschlag als auch die Erhöhung der Beitragssätze ab. Der Stadtrat hielt jedoch an seiner Linie fest, ermäßigte Geschwistergebühren zu erlassen, und formalisierte die jährliche Anpassung der Gebühren.

Trotz der unterschiedlichen Standpunkte wurde der Haushalt ohne Gegenstimmen verabschiedet. Die Endfassung weist weiterhin ein Defizit von rund 25 Millionen Euro auf, sodass die Stadt auf weitere Kredite angewiesen bleibt. Der Haushalt 2026 tritt im kommenden Monat in Kraft, nachdem er die vollständige Unterstützung des Rates erhalten hat. Familien müssen mit höheren Betreuungskosten rechnen, während die Stadt weiterhin mit einem erheblichen Haushaltsdefizit kämpft. Die Verantwortlichen haben eingeräumt, dass in den nächsten Jahren weitere finanzielle Anpassungen notwendig sein werden.

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