01 May 2026, 08:27

Willich streitet über geplante Erhöhung der Kindergartengebühren und Geschwisterzuschläge

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen für Familien zu Hunderten von Dollar monatlich kosten kann.

Willich streitet über geplante Erhöhung der Kindergartengebühren und Geschwisterzuschläge

In Willich ist eine hitzige Debatte über Kindergartengebühren entbrannt, bei der sich Eltern und Interessenverbände gegen geplante Erhöhungen stellen. Die Stadt, die unter Haushaltsdruck steht, prüft derzeit die Regeln für Elternbeiträge – darunter mögliche Geschwistergebühren sowie höhere Kosten für Kita-Betreuung und Hortplätze.

Auslöser des Streits war ein Vorschlag der CDU, eine 50-prozentige Geschwistergebühr für Kitas, Hortprogramme und Tagespflege einzuführen. Damit würde sich Willich an Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen orientieren, wo solche Gebühren bereits erhoben werden. Eltern und der Jugendhilfe-Elternbeirat (JAEB) lehnen den Plan jedoch vehement ab und argumentieren, dass dies Familien unzumutbar belasten würde.

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Besonders deutlich äußert sich Marlene Mendes, eine Anratherin, die die Pläne als inakzeptabel bezeichnet. Viele Eltern sind ohnehin bereits verärgert über anhaltende Probleme im Willicher Betreuungssystem, darunter Personalmangel und Schließungen von Einrichtungen. Auch die SPD-Fraktion positioniert sich gegen die Vorhaben und betont, dass Sparmaßnahmen nicht auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden dürften.

Bürgermeister Christian Pakusch präzisierte später, dass es nicht um die Streichung, sondern um eine Anpassung der Geschwisterermäßigungen gehe – zusätzlich solle eine Inflationsanpassung der Gebühren erfolgen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung nun beauftragt, die Elternbeitragssatzung bis zum 28. April zu überarbeiten.

Trotz jahrelanger Diskussionen sehen Eltern kaum Fortschritte bei den Willicher Betreuungsangeboten. Die aktuellen Gebührenpläne vertiefen ihre Frustration nur weiter. Die Stadtverwaltung muss die Gebührenstruktur nun bis Ende April überarbeiten. Von den Änderungen wären Tausende Familien betroffen, die auf die Willicher Kinderbetreuung angewiesen sind. Das Ergebnis könnte auch Signalwirkung für andere finanziell kämpfende Kommunen haben, die vor ähnlichen Haushaltsproblemen stehen.

Quelle