07 June 2026, 12:18

Wie Landwirte Dürreperioden mit cleveren Strategien trotzen können

Sichere Erträge bei frühsommerlicher Dürre: 8 Tipps für Landwirte

Wie Landwirte Dürreperioden mit cleveren Strategien trotzen können

Dürreperioden belasten Landwirtschaft zunehmend – besonders im Frühling und Frühsommer

Um Landwirtinnen und Landwirte bei der Anpassung zu unterstützen, hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) nun ein Bündel praxisnaher Strategien für trockene Bedingungen veröffentlicht.

Ein zentraler Rat betrifft die Bodenbewirtschaftung: Durch eine Bodenbearbeitung unmittelbar vor der Aussaat sowie den Einsatz von Präzisionssaattechnik lässt sich die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern. Besonders humusarme Böden leiden unter Trockenphasen – hier können regelmäßige Gaben von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist den Humusgehalt langfristig erhöhen.

Auch die Wahl der richtigen Kulturen und Sorten spielt eine entscheidende Rolle. Durch den Anbau von Pflanzen mit gestaffeltem Wasserbedarfsspitzen lässt sich der Druck auf die begrenzten Wasservorräte verringern. Frühreife Sorten kommen zwar besser mit Dürre zurecht, können in feuchteren Jahren jedoch aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung schwächer abschneiden. Ertragsstabile Sorten wiederum bringen nicht überall die höchsten Erträge.

Ebenso wichtig sind Düngezeitpunkt und Fruchtfolge: Eine frühzeitige Düngung hat sich in trockenen Phasen als vorteilhaft erwiesen. In Regionen mit häufiger Frühsommerdürre kann der Ersatz von Ausfallgetreide durch Winterroggen die Widerstandsfähigkeit erhöhen.

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Ziel der Leitlinien ist es, Landwirtinnen und Landwirten zu helfen, trotz Wassermangel produktiv zu bleiben. Durch die Kombination von Bodenverbesserungen, angepasster Fruchtwahl und optimierter Düngung lassen sich Ertragsverluste in dürregefährdeten Gebieten reduzieren. Die Strategien setzen auf praktische Maßnahmen statt auf unberechenbare Wetterprognosen.

Quelle