05 June 2026, 18:48

Wanderungsströme kehren sich um: Warum immer mehr Menschen Siegen-Wittgenstein verlassen

Ständige Einwanderung aus Ostdeutschland

Wanderungsströme kehren sich um: Warum immer mehr Menschen Siegen-Wittgenstein verlassen

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland haben sich in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt. Seit der Wiedervereinigung haben rund 12.700 Menschen aus den östlichen Bundesländern in der Region eine neue Heimat gefunden, während etwa 9.200 Einheimische in die Gegenrichtung gezogen sind. In den jüngsten Jahren zeigt sich jedoch ein neuer Trend: Mittlerweile verlassen mehr Bewohner Siegen-Wittgenstein in Richtung Ostdeutschland, als von dort zuziehen.

1991 waren es fast 1.200 Menschen, die aus Ostdeutschland nach Siegen-Wittgenstein umgesiedelt sind. Diese frühe Bewegung markierte den Beginn eines stetigen, wenn auch kleineren Zuzugs. Zwischen 2010 und 2020 lag die Zahl der jährlichen Neuankömmlinge aus dem Osten bei 200 bis 300 Personen.

Die meisten dieser Migranten kamen aus Sachsen-Anhalt, während Mecklenburg-Vorpommern den geringsten Anteil stellte. Doch seit 2020 hat sich das Blatt gewendet: Erstmals ziehen mehr Menschen aus Siegen-Wittgenstein nach Ostdeutschland als umgekehrt.

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Im selben Zeitraum haben seit 1991 insgesamt 9.200 Einheimische die Region in Richtung Ostdeutschland verlassen. Dieser schleichende Abwanderungstrend übersteigt nun die Zahl der Neuzuzügler aus dem Osten und kehrt damit eine langjährige Entwicklung um.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen eine klare Umkehr der Wanderungsströme. Da mittlerweile mehr Menschen Siegen-Wittgenstein in Richtung Ostdeutschland verlassen, steht die Region vor einem demografischen Wandel. Die Daten spiegeln die größeren Veränderungen der Bewegungsmuster seit der Wiedervereinigung wider.

Quelle