17 June 2026, 18:59

VRR-Bericht offenbart gravierende Mängel im Solinger Schienenverkehr

VRR-Bericht: Licht und Schatten für den Schienenverkehr rund um die Klingenstadt

VRR-Bericht offenbart gravierende Mängel im Solinger Schienenverkehr

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) veröffentlicht aktuellen Qualitätsbericht zu Bahnverbindungen in Solingen

Die neuesten Erkenntnisse des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zum Schienenverkehr in Solingen zeigen ein gemischtes Bild: Während einige Linien zuverlässig fahren, kämpfen andere weiterhin mit gravierenden Problemen. Pendler:innen müssen auf mehreren Strecken mit Verspätungen, Ausfällen und Qualitätsmängeln rechnen.

Die S1 bleibt eine der zuverlässigsten Linien im VRR-Netz. Sie erfüllt konsequent die Pünktlichkeitsvorgaben und überzeugt mit hoher Servicequalität.

Die S7, die zwischen Solingen, Remscheid und Wuppertal verkehrt, verzeichnete zwar eine leichte Verbesserung bei der Pünktlichkeit: Die durchschnittliche Verspätung sank 2025 auf 1 Minute und 43 Sekunden – ein Rückgang um 26 Sekunden im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch gibt es weiterhin erhebliche Defizite. Fast 12 Prozent aller geplanten Fahrten fielen 2024 ohne Vorwarnung aus, was die S7 zu einer der unzuverlässigsten Linien im Netz macht. Auch bei der Fahrgastinformation schneidet sie am schlechtesten ab, und Sauberkeit sowie Zustand der Züge lassen zu wünschen übrig. Zudem stand auf etwa drei Viertel aller Fahrten keine Toilette zur Verfügung.

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Der RE7, der Köln, Solingen, Wuppertal und das Ruhrgebiet verbindet, performte bei der Pünktlichkeit besonders schlecht: Die durchschnittliche zusätzliche Fahrzeit betrug 7 Minuten und 52 Sekunden, womit die Linie zu den unpünktlichsten Verbindungen zählt. Deutlich besser schnitt die RB48 ab, die in Solingen hält – hier lag die durchschnittliche Verspätung bei 3 Minuten und 9 Sekunden, was im Mittelfeld der Regionalbahnen liegt.

Hohe Ausfallquoten und anhaltende Qualitätsprobleme auf der Müngstener Strecke sowie die Schwierigkeiten beim RE7 sorgen bei Pendler:innen weiterhin für Frust. Als Reaktion fordert die Grüne Partei eine dringende Modernisierung der S7. Vorgeschlagen wird die schnelle Einführung moderner Batterie-Elektro-Triebzüge (BEMU), um Zuverlässigkeit, Komfort und Servicequalität auf der Achse Solingen–Remscheid–Wuppertal zu verbessern.

Der VRR-Bericht zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen im Schienenverkehr Solingens. Während Linien wie die S1 weiterhin überzeugen, benötigen andere – allen voran die S7 und der RE7 – dringend Verbesserungen. Die geplante Modernisierung der S7 könnte in den kommenden Jahren Abhilfe bei Zuverlässigkeit und Fahrgastzufriedenheit schaffen.

Quelle