10 April 2026, 14:27

Von Damaskus ins Rheinland: Wie ein Geflüchteter in Deutschland neu begann

Offenes Buch mit handgeschriebener genealogischer Familiengeschichte, die die deutsche Familienlinie detailliert.

Von Damaskus ins Rheinland: Wie ein Geflüchteter in Deutschland neu begann

Neue Ausstellung in Bergisch Gladbach erzählt Geschichten von Geflüchteten, die in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben

Zu ihnen gehört Hosheen Shekhi, ein kurdischer Flüchtling aus Damaskus, der 2015 nach Deutschland kam. Seitdem hat er die Sprache gelernt, eine Arbeit gefunden und eine Familie gegründet. Die Porträts, die der Fotograf Philipp J. Bösel einfing, sind noch bis zum 6. Dezember in einem lokalen Café zu sehen.

Hosheen Shekhi floh vor neun Jahren aus Damaskus und ließ sich in Deutschland nieder. Kurz nach seiner Ankunft lernte er in Schildgen die Familie Huber kennen und zog Anfang 2016 bei deren Tochter ein. Mit ihrer Unterstützung eignete er sich die deutsche Sprache an und bestand die B1-Prüfung – ohne je einen offiziellen Sprachkurs besucht zu haben.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden, begann Shekhi 2023 in einer Zeitarbeitsfirma zu arbeiten. Heute lebt er mit seiner Frau und ihrem neun Monate alten Baby in Leverkusen und spricht zu Hause Deutsch mit seinem Kind. Seine Geschichte steht exemplarisch für die Erfahrungen von über 1.000 Geflüchteten, die seit 2015 in Bergisch Gladbach angekommen sind.

Die Gemeinschaft in Schildgen hat sich aktiv für die Unterstützung von Neuankömmlingen engagiert. Rund 100 Einheimische initiierten eine Willkommensgruppe, um Geflüchteten wie Shekhi bei der Integration zu helfen. Bei der kommenden Veranstaltung "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" am 28. November im "Himmel un Ääd" gibt es weitere Einblicke in ihre Schicksale.

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Shekhis Weg – von Damaskus ins Rheinland – zeigt die Herausforderungen und Fortschritte von Geflüchteten in Deutschland. Die Ausstellung und die Veranstaltung sollen diese Erfahrungen einer breiteren Öffentlichkeit näherbringen. Die Porträts sind noch bis Anfang Dezember zu sehen, während die Diskussion am 28. November eine weitere Gelegenheit bietet, die Geschichten aus erster Hand zu hören.

Quelle