12 April 2026, 02:24

Deutsche Bundesländer: Wo die Bundeswehr am stärksten präsent ist

Eine Gruppe von Männern in deutschen Infanterieuniformen von 1836 steht in einer Reihe, trägt Mützen und hält Gegenstände, mit dem Text "1836 Deutsche Infanterie" unten.

Deutsche Bundesländer: Wo die Bundeswehr am stärksten präsent ist

Neue Zahlen offenbaren deutliche regionale Unterschiede bei der Anzahl der aktiven Soldaten in Deutschland. Die nördlichen und östlichen Bundesländer verzeichnen eine deutlich höhere militärische Präsenz pro Kopf als die südlichen und westlichen Regionen. Experten führen wirtschaftliche und historische Faktoren als Hauptgründe für diesen Trend an.

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An der Spitze liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 529 Soldaten pro 100.000 Einwohnern, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 462. Auch Niedersachsen weist mit 357 Soldaten pro 100.000 Menschen einen hohen Wert auf. Diese Zahlen stehen in starkem Kontrast zu süddeutschen Ländern wie Baden-Württemberg, das lediglich 105 Soldaten pro 100.000 Einwohner zählt.

Berlin kommt auf 118 Soldaten, während Hamburg und Bremen 175 bzw. 185 verzeichnen. Bayern, ein weiteres großes Flächenland, liegt bei 188 Soldaten pro 100.000 Einwohnern.

Der Verteidigungspolitiker Sören Pellmann bringt die Überrepräsentation der nördlichen und östlichen Bundesländer mit sozioökonomischen Bedingungen und den Nachwirkungen der Wiedervereinigung in Verbindung. Henning Otte von der CDU pflichtet dem bei und argumentiert, dass wirtschaftliche Ungleichheiten eine zentrale Rolle für die Rekrutierungsmuster in den verschiedenen Regionen spielen.

Die Daten zeigen eine klare Kluft in der militärischen Beteiligung zwischen dem Norden und Osten Deutschlands und dem Rest des Landes. Analysten schlagen vor, dass die Bekämpfung wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheiten dazu beitragen könnte, die Rekrutierungszahlen langfristig auszugleichen. Derzeit deutet jedoch wenig darauf hin, dass sich dieser Trend in absehbarer Zeit deutlich ändern wird.

Quelle