27 April 2026, 16:29

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich um ein Regierungsgesetz zur Verbots des Internets zu unterstützen.

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Image vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen ein – ein beispielloser Schritt in der Unterhaltungsbranche. Die Anträge erfolgen zu einer Zeit, in der Künstler:innen zunehmend durch KI-generierte Fälschungen und Deepfakes bedroht werden.

Eingereicht wurden die Anmeldungen von TAS Rights Management, der für Swift zuständigen Abteilung für geistiges Eigentum. Zwei davon betreffen Klangmarken: die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Eine dritte schützt eine Bildmarke – ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, in einem mehrfarbigen, schillernden Bodysuit gekleidet und auf einer pinken Bühne steht.

Diese Anträge loten juristische Grenzen aus. Traditionell schützen Markenrechte nicht das allgemeine Erscheinungsbild, die Stimme oder die Persönlichkeit einer Person. Doch Swifts Team testet neue Ansätze als Reaktion auf die wachsende Fähigkeit von KI, Künstler:innen zu imitieren. Der Schritt folgt auf prominente Fälle, in denen ihr Image missbraucht wurde – etwa durch KI-generierte pornografische Bilder oder unautorisierte Nachbildungen durch Metas Chatbots.

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Swift ist mit diesem Vorgehen nicht allein. 2025 sicherte sich Schauspieler Matthew McConaughey eine Klangmarke für seinen ikonischen Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!". Disney wiederum ging im Dezember 2025 gegen Google vor und schickte dem Konzern eine Abmahnung wegen dessen KI-Plattform Gemini. Das Unternehmen warf dem Tool vor, urheberrechtlich geschützte Disney-Figuren illegal zu reproduzieren.

Die Anmeldungen, die erstmals vom Markenrechtsexperten Josh Gerben entdeckt wurden, deuten auf einen Wandel hin. Klagen nach Bundesmarkenrecht könnten künftig als Abschreckung gegen den unberechtigten KI-Missbrauch von Künstleridentitäten dienen.

Swifts Markenanmeldungen unterstreichen die wachsenden Bedenken der Unterhaltungsindustrie angesichts des Potenzials von KI, kreative Werke auszubeuten. Falls genehmigt, könnten diese Schutzrechte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Künstler:innen ihre Stimmen und ihr Image verteidigen. Rechtliche Schritte auf Basis des Bundesmarkenrechts könnten so zu einem zentralen Instrument werden, um Missbrauch ohne Zustimmung zu verhindern.

Quelle