Stichwahl in Solingen: Warum die Wahlbeteiligung deutlich nachließ
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: Geringere Wahlbeteiligung als bei der Hauptwahl am 14. September
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Hauptwahl am 14. September zurück. Die Wahlbehörde hatte 24.229 Briefwahlunterlagen verschickt, doch diesmal wurden weniger Stimmabgaben zurückgesandt. Enge Postfristen trugen zur niedrigeren Beteiligung bei.
Das Wahlamt hatte für die Stichwahl 24.229 Wahlbenachrichtigungen mit Briefwahlunterlagen versendet. Bis zum Stichtag gingen 16.415 ausgefüllte Stimmzettel ein, was einer Rücklaufquote von 73,3 Prozent entspricht. Damit konnte etwa ein Viertel der Wähler:innen ihre Stimme nicht abgeben, da ihre Unterlagen nie zurückgeschickt wurden.
Neben der Briefwahl gaben 1.348 Personen ihre Stimme persönlich in den Wahllokalen ab. Für diejenigen, die noch auf ihre ursprünglichen Unterlagen warteten, stellte das Amt Ersatzdokumente aus. Trotz dieser Maßnahmen blieb die Beteiligung an der Stichwahl niedriger als bei der Hauptwahl.
Historisch gesehen ziehen Stichwahlen stets weniger Wähler:innen an als die erste Wahlrunde. Die durchschnittliche Quote nicht eingegangener Briefwahlunterlagen lag in den vergangenen Jahren bei etwa 11 Prozent – in diesem Jahr fiel sie jedoch höher aus.
In die Endabrechnung flossen 16.415 zurückgesandte Briefwahlstimmen und 1.348 persönlich abgegebene Stimmen ein. Postverzögerungen und das generell geringere Interesse an Stichwahlen prägten das Ergebnis. Das Wahlamt bestätigte die Ergebnisse nach der Auswertung aller gültigen Stimmabgaben.
