Stellantis-Händler fordern bessere Bedingungen trotz positiver Signale aus Köln
Andrew GudeStellantis-Händler fordern bessere Bedingungen trotz positiver Signale aus Köln
Fast 300 Händler trafen sich in Köln zur jährlichen Versammlung des Verbands der deutschen Citroën-, DS- und Peugeot-Vertragspartner (VCDP). Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drängende Herausforderungen wie sinkende Gewinne, steigende Kosten und Engpässe bei Ersatzteilen. Trotz der Sorgen wurde die Stimmung als positiv beschrieben – Stellantis zeigte sich engagierter im Umgang mit seinem Partnernetzwerk.
Während des Treffens brachten die Händler mehrere zentrale Themen zur Sprache. Viele wiesen auf den anhaltenden Wertverlust bestimmter Modelle hin und forderten bessere Strategien für den Gebrauchtwagenverkauf. Zudem verlangten sie schnellere Garantieabwicklungen, eine verbesserte Teileverfügbarkeit sowie langfristige Lösungen für Rentabilität und Liquidität.
Stellantis reagierte mit Plänen, die Belastungen im Aftersales-Bereich zu verringern. Dazu gehören vereinfachte administrative Abläufe bei Garantieansprüchen und ein ausgebauter Außendienst. Das Unternehmen kündigte zudem Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung an, deren Wirkung ab 2026 spürbar werden soll.
Auch markenspezifische Ankündigungen gab es: Citroën verlängerte die Garantie für Benzin- und Elektrofahrzeuge auf bis zu acht Jahre. Die Händler forderten Peugeot auf, dies für seine Verbrennermodelle nachzuziehen. Peugeot wiederum präsentierte eine kurzfristige Förderkampagne für junge Leasingrückläufer, die in Zusammenarbeit mit Stellantis Financial Services (SFS) umgesetzt wird.
Alle drei Marken – Peugeot, Citroën und DS – setzten sich das gemeinsame Ziel, den Absatz in Deutschland bis 2026 zu steigern, sowohl bei Elektro- als auch bei Verbrennungsfahrzeugen.
Das Treffen endete mit dem Versprechen von Stellantis, die Händleranliegen durch administrative Anpassungen und finanzielle Unterstützung anzugehen. Garantieverlängerungen und Maßnahmen im Gebrauchtwagenbereich sollen die Restwerte stabilisieren, während Liquiditätsverbesserungen bis 2026 die Rentabilität stärken sollen. Die Händler werden die Umsetzung dieser Schritte in den kommenden Monaten genau beobachten.






