13 June 2026, 20:21

Steinbrücks umstrittene Strategie: Wie die AfD entradikalisiert werden soll

Roter Ex-Finanzminister will 'Entschärfung' der AfD

Steinbrücks umstrittene Strategie: Wie die AfD entradikalisiert werden soll

Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat eine neue Strategie im Umgang mit der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) vorgeschlagen. Er argumentiert, dass pauschale Verbote oder die Kriminalisierung ihrer Anhänger kontraproduktiv seien und diese noch weiter an den Rand der Gesellschaft drängen könnten.

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Steinbrück regte an, die AfD dazu zu bewegen, sich in Richtung einer konservativ-bürgerlichen Position zu entwickeln, statt an ihrem aktuellen rechtsextremen Kurs festzuhalten. Dabei bezog er sich auf die Idee des Historikers Andreas Rödder von einer bedingten Kooperationsbereitschaft: Die Partei müsste sich an klare rote Linien halten und von extremistischen Positionen distanzieren.

Er schlug vor, in allen Politikbereichen deutliche Grenzen zu ziehen, um akzeptables politisches Verhalten zu definieren. Solange die AfD diese Vorgaben nicht erfülle, schloss Steinbrück jede Zusammenarbeit oder Duldung durch die demokratischen Parteien aus. Zudem forderte er, einzelnen Mitgliedern wie Björn Höcke bei Verstößen gegen diese Standards die Wählbarkeit zu entziehen.

Trotz seiner Vorschläge betonte Steinbrück, dass eine politische Brandmauer gegen die AfD vorerst weiterhin notwendig bleibe. Wichtiger als die Ausgrenzung ihrer Wähler sei jedoch die Entradikalisierung der Partei.

Steinbrücks Ansatz zielt darauf ab, klare Bedingungen für einen Dialog mit der AfD zu setzen. Sein Plan soll verhindern, dass deren Anhänger weiter an den Rand gedrängt werden, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Partei demokratische Normen einhält. Der ehemalige Minister besteht darauf, dass jede strategische Neuausrichtung die Entradikalisierung über die Ausgrenzung stellen müsse.

Quelle