Solinger Heidebad bleibt geschlossen – Bürger fordern Transparenz und Sanierungsplan
Marit CichoriusSolinger Heidebad bleibt geschlossen – Bürger fordern Transparenz und Sanierungsplan
Die anhaltende Schließung des Solinger Heidebads hat in der Stadt eine neue politische Debatte ausgelöst. Bürgerinnen und Bürger sowie zivilgesellschaftliche Gruppen zeigen sich zunehmend verärgert, da die Ergebnisse der Kontaminationstests weiterhin unter Verschluss bleiben. Die fehlende Transparenz verschärft die Spannungen um die Zukunft des Freibads.
Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) übt scharfe Kritik an den lokalen Behörden wegen der Zurückhaltung von Informationen. Ihr sportpolitischer Sprecher, Raphael Bender, bezeichnete die Schließung des Bades als „völlig inakzeptabel“ – vor allem angesichts der fehlenden Testergebnisse. Die BfS betont, dass das Heidebad eine wichtige soziale Funktion erfülle, da es einkommensschwachen Familien günstigen Zugang zu Freizeitmöglichkeiten biete.
Die Gruppe fordert vollständige Offenlegung der Kontaminationsbefunde sowie einen klaren Sanierungsplan mit einem realistischen Zeitrahmen für die Wiedereröffnung. Zudem warnt die BfS die Politik davor, Schritte einzuleiten, die zu einer dauerhaften Schließung der Anlage führen könnten.
Solange die Testergebnisse nicht veröffentlicht und keine Strategie zur Wiedereröffnung vorgelegt wird, dürfte der Streit um die Zukunft des Heidebads weiter an Schärfe gewinnen. Die ungelöste Schließung wirft nach wie vor viele Fragen auf. Die Öffentlichkeit wartet auf die Ergebnisse der Untersuchungen und einen konkreten Plan für die Rückkehr des Bades. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Heidebad seine Rolle als Gemeinschaftseinrichtung wieder aufnehmen kann – oder ob ihm eine ungewisse Zukunft bevorsteht.






