Rheydts historische Kirche kämpft um Rettung nach Turmabriss 2021
Rheydts historische Kirche wird umfassend saniert – nach Abriss des Turms 2021 stehen nun die Fassaden an
Die historische Kirche in Rheydt durchläuft umfangreiche Sanierungsarbeiten. Der Turm wurde Ende 2021 wegen akuter Einsturzgefahr abgebaut. Das von der Volksbank und lokalen Ehrenamtlichen unterstützte Projekt sieht sich nun neuen Herausforderungen gegenüber, da die Instandsetzungsarbeiten auf die Gebäudefassaden ausgeweitet werden. Die Finanzierung bleibt ein zentrales Thema – mit kreativen Kampagnen und Sparmaßnahmen wird nach Lösungen gesucht.
Der Kirchturm war im November 2021 demontiert worden, nachdem Ingenieure vor einem möglichen Einsturz gewarnt hatten. Seither arbeitet der Bauverein daran, die Statik des Gebäudes zu sichern und gleichzeitig weitere Reparaturen zu planen. Bis Ende Juni 2023 soll ein Auftragnehmer für die Errichtung des Baugerüsts ausgewählt werden, mit Baubeginn voraussichtlich im August.
Der Fokus liegt nun auf der Sanierung der Ost-, Süd- und Westfassaden. Um Kosten zu sparen, prüft man Möglichkeiten, den mehrmaligen Aufbau des Gerüsts für die einzelnen Abschnitte zu vermeiden – eine Maßnahme, die rund 500.000 Euro einsparen könnte. Die Finanzierung bleibt entscheidend: Der Verein überlegt sich einen neuen Slogan, um die Spendenbereitschaft der Bevölkerung aufrechtzuerhalten, da der wiederaufgebaute Turm den Eindruck erwecken könnte, das Projekt sei bereits abgeschlossen.
Die Volksbank im Rheinland eG spielt dabei eine Schlüsselrolle und hat bereits zum fünften Mal 2.000 Euro gespendet. Ein Vertreter der Bank lobte das Engagement der Ehrenamtlichen, die sich für den Erhalt des Wahrzeichens einsetzen. Diese Unterstützung entspricht dem Gründungsgedanken der Bank, die sich der Selbsthilfe in der Gemeinschaft verschrieben hat, und hilft dem Verein, das Ziel einer vollständigen Turmsanierung bis 2028 zu verfolgen.
Neben Fördergeldern sammelt der Verein Mittel durch einen jährlichen Kalender sowie eine Kooperation mit einem Winzer an der Mosel, der einen eigenen, mit dem Kirchenprojekt gebrandeten Riesling anbietet.
Das Sanierungsvorhaben finanziert sich weiterhin aus einer Mischung von Zuschüssen, Spenden und innovativen Fundraising-Ideen. Mit dem geplanten Gerüstaufbau ab August und den anstehenden Fassadenarbeiten strebt das Team an, Fortschritt und Kosteneffizienz in Einklang zu bringen. Die Fertigstellung des Turms bis 2028 hängt dabei maßgeblich von der kontinuierlichen Unterstützung durch Partner wie die Volksbank und die lokale Gemeinschaft ab.
