25 March 2026, 06:22

Renault revolutioniert E-Auto-Lieferkette mit intelligentem Batterie-Wechselprogramm

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert E-Auto-Lieferkette mit intelligentem Batterie-Wechselprogramm

Renault Gruppe gestaltet Lieferkette für Elektrofahrzeuge um – mit Fokus auf Batteriemanagement

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Renault Gruppe baut ihre Lieferkette für Elektrofahrzeuge um und setzt dabei auf ein nachhaltiges Batteriemanagement. Statt Batterien als Wegwerfprodukte zu betrachten, behandelt das Unternehmen sie als wertvolle Vermögenswerte, um Stillstandszeiten zu verkürzen und die Effizienz zu steigern. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das im Mai 2024 gestartete Batterie-Wechselprogramm.

Den Auftakt machte das Programm in einer Einrichtung des französischen Logistikunternehmens La Poste, wo eine automatisierte Station täglich bis zu 50 Batterien für Modelle wie den Kangoo Van E-Tech und den Master Van E-Tech austauscht. Ein Wechsel dauert dabei nur zwei Minuten – und reduziert so die Ausfallzeiten der Fahrzeuge deutlich. Renault setzt dabei auf das modulare CAMELEON-System, das den Prozess beschleunigen soll.

In Deutschland wird das Programm ab 2025 ausgebaut. Der Ladeinfrastrukturanbieter IONITY wird dann erste Wechselstationen in Betrieb nehmen, während Leasingunternehmen wie Ayvens, Arval und ALD Automotive das System bis 2026 in ihre Flotten integrieren wollen. Ziel ist eine geschlossene 360-Grad-Lieferkette, in der jeder Partner gleichzeitig Lieferant und Kunde ist.

Doch bleiben Herausforderungen: Batterien machen bis zu 30 Prozent des Fahrzeugwerts aus und gelten als Gefahrgut, unterliegen also sich ständig ändernden Vorschriften. Zudem erschweren unterschiedliche Systeme bei den Partnern die Echtzeit-Datenerfassung. Um Engpässe bei der Lagerhaltung zu vermeiden, setzt Renault auf Kreislaufwirtschaftsprinzipien – Batterien werden wo möglich wiederverwendet oder umfunktioniert.

Jean-François Beker, bei Renault verantwortlich für die Lieferkette, erläuterte diese Maßnahmen in einem Interview mit Automotive Logistics auf der Red Sofa-Veranstaltung in Bonn.

Mit dem Batterie-Wechselprogramm will Renault gewerbliche Flotten mit minimalen Unterbrechungen betriebsbereit halten. Indem das Unternehmen Batterien als langfristige Vermögenswerte behandelt und die Datenweitergabe verbessert, strebt es eine resilientere Lieferkette an. Der Erfolg des Programms hängt jedoch von der Zusammenarbeit mit Partnern und der Anpassung an regulatorische Anforderungen ab.

Quelle