08 June 2026, 00:19

PPWR 2030: Warum 90 Prozent der Unternehmen noch nicht bereit sind

Die Bedeutung der EU-Verpackungsvorschrift PPWR wird unterschätzt

PPWR 2030: Warum 90 Prozent der Unternehmen noch nicht bereit sind

Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten Unternehmen tun sich schwer damit, sich auf die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) vorzubereiten. Nur jedes zehnte Unternehmen erfüllt derzeit die grundlegenden Anforderungen vor der Frist im Jahr 2030. Die Ergebnisse stammen aus einer gemeinsamen Studie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM).

Die PPWR wird 2030 verbindlich in Kraft treten und Hersteller, Händler sowie Logistikdienstleister betreffen. Die Regelungen verlangen mehr Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferketten. Doch fast die Hälfte der befragten Unternehmen glaubt fälschlicherweise, bereits gut vorbereitet zu sein.

Über 70 Prozent der Betriebe fordern klarere Leitlinien zur Umsetzung der Verordnung. Die Studie zeigt zudem einen direkten Zusammenhang zwischen Wissenstand und Fortschritt: Unternehmen mit hohem Bewusstsein für die Anforderungen erreichten eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent, während solche mit geringem Wissen nur auf 36 Prozent kamen.

Zeitmangel, Zweifel an der Machbarkeit und Kostenbedenken bleiben die größten Hürden. Um diese Herausforderungen anzugehen, wird die Fachmesse Fachpack für Verpackungen, Technologien und Prozesse vom 23. September 2025 an Diskussionen zur PPWR ausrichten.

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Die Umfrage offenbart eine erhebliche Lücke zwischen dem aktuellen Vorbereitungsstand und den kommenden PPWR-Anforderungen. Angesichts des nahenden Stichtags 2030 benötigen Unternehmen gezielte Unterstützung, um die neuen Standards zu erfüllen. Die Fachmesse 2025 könnte eine zentrale Plattform für den Austausch von Lösungen und Best Practices bieten.

Quelle