26 April 2026, 10:21

NRW sichert 10 Milliarden Euro für Infrastruktur – doch Kritik an Bildungsmilliarden wächst

Plakat für den American Rescue Plan mit Text, der besagt, dass er die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und einem Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

NRW sichert 10 Milliarden Euro für Infrastruktur – doch Kritik an Bildungsmilliarden wächst

Nordrhein-Westfalen hat Bundesmittel in Höhe von 10 Milliarden Euro für die Infrastruktur gesichert, wobei die Hälfte für den Bildungsbereich vorgesehen ist. Die Ankündigung erfolgte am 22. Oktober 2025 durch Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und seine Stellvertreterin Mona Neubaur (Grüne). Doch der familienpolitische Sprecher der SPD, Dennis Maelzer, kritisierte die Mittelverteilung umgehend als unzureichend für die Bedürfnisse des Sektors.

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Die Gelder sollen Schulen, Kitas und Ganztagsangebote in ganz NRW fördern. Wüst und Neubaur präsentierten den Plan im Rahmen des Bundes-Sondervermögens Infrastruktur, um langjährige Defizite in den Bildungseinrichtungen zu beheben.

Maelzer äußerte sich in einem WDR-Interview und einer Pressekonferenz und betonte, die Summe liege weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Er verwies auf das inzwischen eingestellte Programm "Gute Schule 2020", das allein jährlich 500 Millionen Euro in Schulsanierungen fließen ließ. Der SPD-Politiker warnte zudem, das "Kernzeitmodell" im Rahmen der Kibiz-Reform könnte zu einem "Zwei-Klassen-System" in der Kinderbetreuung führen.

Seine Forderungen umfassen eine groß angelegte Einstellungsoffensive für Erzieherinnen und Erzieher sowie eine sofortige Erhöhung der Fördergelder für deren Ausbildung. Diese sind seit fünf Jahren unverändert geblieben. Maelzer schlug vor, staatliche Zuschüsse, die derzeit für die Verlängerung der Kita-Öffnungszeiten genutzt werden, stattdessen in die Ausbildung umzulenken. Seine Aussagen wurden am selben Tag auch im WDR-5-Magazin "Westblick" thematisiert.

Die für den Bildungsbereich reservierten 5 Milliarden Euro sollen nun auf Schulen und Betreuungseinrichtungen in NRW verteilt werden. Maelzers Appelle für höhere Investitionen und Personalreformen unterstreichen die anhaltenden Debatten über die Schwerpunktsetzung der Mittelvergabe. Die Landesregierung hat auf seine konkreten Vorschläge bisher noch nicht reagiert.

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