NRW-Polizei setzt auf Elektroschockpistolen – Studien zeigen klare Zustimmung
Albin ReisingBericht: Polizei sieht Taser-Einsatz positiv - NRW-Polizei setzt auf Elektroschockpistolen – Studien zeigen klare Zustimmung
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen (NRW) begrüßt die Einführung von Elektroschockpistolen – das zeigen zwei neue Studien. Die vom Landesinnenministerium in Auftrag gegebenen Untersuchungen basieren auf den Erfahrungen von fast 4.000 Beamten und belegen eine deutliche Zustimmung zu den Geräten. Die Behörden planen nun, die Testphase auszuweiten und die langfristigen Auswirkungen auf den Polizeieinsatz zu bewerten.
Die Studien wurden initiiert, nachdem die Koalition aus CDU und Grünen vereinbart hatte, den Einsatz von Elektroschockpistolen als Teil der Polizeiausrüstung zu prüfen. Fast 4.000 Beamte berichteten über ihre Erfahrungen, wobei die Mehrheit die Geräte als wirksames Mittel zur Deeskalation angespannter Situationen lobte. Ein separates medizinisches Gutachten bezeichnete die Elektroschockpistolen zudem als "sinnvolle Ergänzung" der Standardausrüstung.
Die Berliner Studie stufte die sogenannten Conducted Electrical Weapons (CEW) als "technisch zuverlässige Einsatzmittel" ein. Forscher der Polizeihochschule wiesen jedoch darauf hin, dass einige Beamte die Waffen zu schnell ziehen und sie bereits als Drohmittel einsetzen, bevor der Gebrauch von Gewalt rechtlich gerechtfertigt ist.
Trotz der positiven Rückmeldungen setzen derzeit nur 18 der 47 Polizeibehörden in NRW die Geräte ein. Bayern nutzt ähnliche Modelle wie den Axon X26 und X26p bereits seit 2006 in Spezialeinheiten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Elektroschockpistolen als wirksames Instrument zur Konfliktvermeidung angesehen werden. Die Polizeiführung wird die Studienergebnisse nun auswerten, bevor über eine flächendeckende Einführung entschieden wird. Die Untersuchungen bilden damit eine Grundlage für künftige Richtlinien zum Einsatz nicht-tödlicher Zwangsmittel im Land.






