Newroz in Berlin: Frühlingsfest zwischen Tradition und politischem Widerstand
Andrew GudeNewroz in Berlin: Frühlingsfest zwischen Tradition und politischem Widerstand
Newroz-Fest: Berlin feiert den Frühlingsanfang mit Kultur und Widerstand
Das uralte Newroz-Fest, das den Beginn des Frühlings markiert, wird an diesem Wochenende in ganz Berlin gefeiert. An verschiedenen Orten – darunter das Humboldt Forum, das Haus der Kulturen der Welt und der Oranienplatz – finden Veranstaltungen statt. Das von Millionen Menschen weltweit begangene Fest verbindet Musik, Tanz und kulturellen Austausch – Elemente, die in Ländern wie dem Iran oder Afghanistan oft verboten sind.
Das Humboldt Forum richtet Newroz erstmals aus und öffnet von 11 bis 20:30 Uhr seine Türen mit freiem Eintritt. Sieben Berliner Vereine präsentieren gemeinsam Traditionen kurdischer, usbekischer, iranischer und afghanischer Gemeinschaften. Auf dem Programm stehen Drachenbau, Eierbemalung, traditionelle Tänze sowie eine Podiumsdiskussion über die Feierlichkeiten angesichts von Unterdrückung.
Im Haus der Kulturen der Welt steht unter der Leitung der Kuratorin Ava Irandoost die persische Kultur und weibliche Künstlerinnen im Mittelpunkt der Veranstaltung "Nowruz – A New Day". Von 20:30 Uhr bis Mitternacht gibt es performative Lesungen, ein Konzert und einen DJ-Set – der Eintritt ist frei.
Am Oranienplatz findet von 13 bis 19:30 Uhr ein Treffen statt. Später, ab 19 Uhr, wird das Waterloo Ufer 7 zur Bühne für kurdische Musik und Tanz. Auch das Gorki Theater beteiligt sich mit einem Konzert und einer Party ab 21 Uhr an den Feierlichkeiten.
Newroz – auch als Nowruz oder Navroz bekannt – vereint schätzungsweise 300 bis 400 Millionen Menschen in über 20 Ländern. Die diesjährigen Berliner Veranstaltungen unterstreichen die kulturelle Bedeutung des Festes und erinnern zugleich an diejenigen, die es nicht frei begehen können.
Das Berliner Programm spiegelt sowohl Freude als auch Widerstandskraft wider. Mit kostenlosen Angeboten in bedeutenden Häusern wollen die Veranstalter Traditionen ehren, die anderswo unterdrückt werden. Die Feiern gehen weiter – trotz der anhaltenden Herausforderungen, mit denen viele Familien und Gemeinschaften konfrontiert sind.






