Moerser Tafel droht Schließung – Tausende Bedürftige in NRW ohne Lebensmittelhilfe
Andrew GudeMoerser Tafel droht Schließung – Tausende Bedürftige in NRW ohne Lebensmittelhilfe
Tafeln in Nordrhein-Westfalen stehen unter wachsendem Druck, da die Nachfrage steigt und wichtige Standorte ihre Räumlichkeiten verlieren. Mittlerweile sind rund 250.000 Menschen auf diese Hilfsangebote angewiesen – besonders betroffen sind Ballungsräume wie das Ruhrgebiet, Köln, Düsseldorf und Münster. Die Krise trifft die Stadt Moers besonders hart, wo ein zentraler Verteilpunkt vor der Schließung steht.
Die Moerser Tafel versorgt als wichtiger Knotenpunkt 14 weitere Tafeln im Niederrhein-Gebiet und gibt derzeit etwa 2.000 Bedürftigen Lebensmittel aus. Doch der Mietvertrag läuft aus, und der Vermieter benötigt die Räume für den Eigenbedarf.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Moers: Die Düsseldorfer Tafel hat bereits ihre Räumlichkeiten verloren, und der Standort in Bonn steht vor einer Räumung. Landesweit sind bis zu 400.000 Menschen auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen, um über die Runden zu kommen. Viele von ihnen leben mit nur 563 Euro im Monat – dem Satz des Bürgergelds.
Raffaele Corda, Leiter der Moerser Tafel, engagiert sich seit 14 Jahren ehrenamtlich. Er warnt, dass er sein Amt niederlegen müsste, falls kein neuer Standort gefunden wird. Der Verlust dieses zentralen Knotenpunkts würde die Versorgung Tausender in der Region gefährden.
Ohne schnelle Lösungen werden die Tafeln in Nordrhein-Westfalen kaum in der Lage sein, die steigende Nachfrage zu decken. Die Schließung wichtiger Standorte wie Moers würde viele Menschen ohne Zugang zu lebensnotwendigen Lebensmitteln zurücklassen. Behörden und Gemeinden sind nun gefordert, Ersatzräume zu sichern und die Unterstützung für Bedürftige aufrechtzuerhalten.






