Bochum will Taxipreise reformieren – um gegen Uber zu bestehen
Bochum prüft derzeit seine Taxitarifregeln, um im Wettbewerb mit Fahrvermittlungsdiensten wie Uber bestehen zu können. Die Stadtverwaltung zeigt sich offen für flexiblere Preismodelle. Dieser Schritt folgt auf Vorschläge der Freien Demokratischen Partei (FDP), die lokale Taxivorschriften modernisieren möchte.
Die Bochumer FDP hat kürzlich Änderungen bei den Taxipreisen vorangetrieben und vorgeschlagen, dass Fahrer mit Fahrgästen vor Fahrtantritt Festpreise aushandeln dürfen. Zudem regten sie an, die Standardtarife zu senken, um besser mit den Fahrvermittlungsdiensten konkurrieren zu können. Die Partei könnte bald einen Antrag einreichen, um diese Anpassungen zu unterstützen.
Bochum hat bereits erste Maßnahmen ergriffen und ein Gutachten in Auftrag gegeben, das neue Tarifmodelle untersucht. Eine endgültige Entscheidung über das aktualisierte Preissystem wird voraussichtlich bis zum Spätsommer erwartet. Anders als Essen, das für Fahrvermittlungs-Apps einen Mindestpreis eingeführt hat, setzt Bochum offenbar darauf, den Taxidienst zu modernisieren, statt den Konkurrenten neue Vorschriften aufzuerlegen.
Beide Städte unterliegen den Regelungen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie bundesweiten deutschen Vorschriften, was bedeutet, dass lokale Behörden keine eigenständigen Tarifpolitiken für Ridepooling-Dienste festlegen können. Für das Jahr 2023 gibt es keine öffentlichen Aufzeichnungen über direkte politische Auseinandersetzungen zwischen Essen und Bochum in dieser Frage.
Falls das neue Tarifmodell genehmigt wird, könnte es Bochums Taxiunternehmen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung geben. Die Entscheidung der Stadt wird voraussichtlich noch vor dem Herbst fallen. Dieser Wandel könnte beeinflussen, wie andere deutsche Städte den Ausgleich zwischen traditionellen Taxidiensten und modernen Fahrvermittlungsalternativen gestalten.






