25 May 2026, 04:21

"Medi-Mobil" in Krefeld: 20 Jahre medizinische Hilfe für Obdachlose und Suchtkranke

Mittel für die Einrichtung von Caritas Krefelds "Centspende" in der Drogenhilfe

"Medi-Mobil" in Krefeld: 20 Jahre medizinische Hilfe für Obdachlose und Suchtkranke

Ein mobiles medizinisches Team in Krefeld versorgt seit mehr als zwei Jahrzehnten obdachlose Menschen mit dringend benötigter Hilfe. Unter dem Namen „Medi-Mobil“ ist der Dienst wöchentlich an festen Standorten im Einsatz und bietet nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch die Möglichkeit, Vertrauen zu den Hilfsbedürftigen aufzubauen. Im Hintergrund arbeitet zudem eine Drogenberatungsstelle im Stillen, um schwerstabhängige Menschen aus der Region zu unterstützen.

Das „Medi-Mobil“ ist seit 2003 in Betrieb und entsteht aus einer gemeinsamen Initiative von Caritas Krefeld und der Diakonie. Jede Woche begleiten ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte die Einheit zu den vorgesehenen Haltestellen, um Obdachlosen medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Doch der regelmäßige Einsatz des Teams dient nicht nur der Gesundheitsversorgung – er hilft auch, eine vertrauensvolle Beziehung zu Menschen aufzubauen, die sonst oft Hilfe meiden.

In der Drogenberatungsstelle steht den Klienten ein überwachter Konsumraum zur Verfügung, in dem Notfallkräfte im Hintergrund bereitstehen. Das Angebot reicht von Beratungsgesprächen über Waschmöglichkeiten, Duschen bis hin zu Mahlzeiten und richtet sich an etwa 50 bis 80 Stammgäste aus Krefeld und dem benachbarten Meerbusch. Ein Großteil dieser Arbeit bleibt der Öffentlichkeit verborgen – auch wegen der mit Suchterkrankungen verbundenen Stigmatisierung.

Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, bedankte sich kürzlich für eine Spende des Personalrats der Stadt Meerbusch. Michael Marschall, Vorsitzender des Gremiums, betonte die Bedeutung der Unterstützung für schwerstabhängige Menschen. Die Zuwendung kommt den laufenden Bemühungen zugute, Betroffenen in Sucht und Obdachlosigkeit Stabilität und Fürsorge zu bieten.

Das „Medi-Mobil“ und die Drogenberatungsstelle bleiben unverzichtbare Anlaufstellen für benachteiligte Gruppen in Krefeld und Meerbusch. Mit wöchentlichen medizinischen Einsätzen, überwachten Räumlichkeiten und grundlegenden Versorgungsleistungen decken die Angebote sowohl akute als auch langfristige Bedürfnisse ab. Spenden und ehrenamtliches Engagement sind dabei weiterhin entscheidend, um diese wichtigen Dienste für die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten.

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