Markus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Marit CichoriusMarkus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Markus Lewe ist nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurückgetreten. Seine Amtszeit, die am 21. Oktober 2009 begann und am 31. Oktober 2025 endete, war geprägt von einem Bevölkerungswachstum der Stadt um fast 40.000 Einwohner. Unter seiner Führung erhielt Münster nationale und europäische Anerkennung für seine Klimaschutzbemühungen und das bürgerliche Engagement.
Lewe wurde zweimal wiedergewählt, 2015 und 2020, bevor er im September 2025 bekannt gab, nicht erneut zu kandidieren. Sein Nachfolger, Tilman Fuchs, wird das Amt offiziell am 1. November antreten. In einer kürzlichen Stellungnahme bedankte sich Lewe für die Zeit im Amt und äußerte Vertrauen in Fuchs' Führungsqualitäten.
Während seiner Jahre als Oberbürgermeister setzte Lewe auf Bürgerbeteiligung und Zusammenhalt und prägte eine neue Kultur der öffentlichen Mitwirkung. Er leitete unzählige Ratssitzungen, darunter eine rekordverdächtige Sitzung im Juni 2020, die über acht Stunden dauerte.
Über seine lokale Führungstätigkeit hinaus war Lewe von 2018 bis 2019 sowie von 2021 bis 2025 Präsident des Deutschen Städtetags. Sein Einfluss erstreckte sich auf große Infrastrukturprojekte wie den Ausbau des Münsterland-S-Bahn-Netzes und die Entwicklung neuer Radschnellwege.
Unter seiner Ägide erreichte Münster bedeutende Meilensteine: Die Stadt erhielt 2024 das EU Mission Label und 2025 den Europäischen Klimaanpassungspreis in Gold. Bis zum Ende seiner Amtszeit war die Einwohnerzahl Münsters auf etwa 320.000 gestiegen.
Lewes Abschied markiert das Ende einer Ära für Münster. Die Stadt beginnt nun eine neue Phase unter Tilman Fuchs – mit einer gewachsenen Bevölkerungsbasis und einem Ruf als Vorreiter im Klimaschutz. Zu Lewes Vermächtnis zählen der Ausbau der Verkehrsverbindungen, Initiativen zur Bürgerbeteiligung und ein nachhaltiges städtisches Wachstum.






