Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf
Die Stadt Bottrop überprüft derzeit alle Kreuzungen und Einmündungen, um sicherzustellen, dass sie den Vorschriften für Sichtdreiecke entsprechen. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf einen tödlichen Unfall in Warendorf und dient als präventive Maßnahme. Die Verantwortlichen wollen gewährleisten, dass Fahrer aus Nebenstraßen sicher auf Hauptverkehrsstraßen einbiegen können.
Am 25. August 2025 erläuterten Klaus Müller, Technischer Beigeordneter Bürgermeister, und Steffen Jonek, Leiter des Tiefbauamts, das Vorgehen der Stadt. Die Überprüfung orientiert sich an den deutschen Richtlinien für den Straßenbau, den sogenannten RaSt 06. Diese schreiben vor, dass an Kreuzungen und Einmündungen freie Sichtverhältnisse herrschen müssen – die Schenkel des Sichtdreiecks müssen je nach zulässiger Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße zwischen 30 und 70 Meter lang sein.
Sollten bei den Kontrollen Mängel festgestellt werden, muss die Stadt diese beheben. Mögliche Lösungen reichen von baulichen Änderungen über die Aufstellung von Pollern und die Umgestaltung von Grünflächen bis hin zur Einrichtung von Halteverbotszonen. Priorität haben dabei stark frequentierte Kreuzungen sowie Unfallschwerpunkte.
An der Scharnhölzstraße sind die Arbeiten bereits für das erste Quartal 2026 geplant. Elf Maßnahmen zur Verbesserung verschiedener Kreuzungen wurden bereits ausgeschrieben.
Ziel der Überprüfung ist es, dass alle Einmündungen und Kreuzungen den Sicherheitsstandards entsprechen. Werden Defizite identifiziert, wird die Stadt die notwendigen Anpassungen vornehmen. Langfristig soll so die Verkehrssicherheit in Bottrop erhöht und Unfälle vermieden werden.






