Lünen-Brambauer testet autofreie Schulstraße für mehr Kindersicherheit
Marit CichoriusLünen-Brambauer testet autofreie Schulstraße für mehr Kindersicherheit
„Temporäre Schulstraße“ in Lünen-Brambauer gestartet – mehr Sicherheit für Kinder
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche ist in Lünen-Brambauer eine neue „temporäre Schulstraße“ an der Elisabethschule eingerichtet worden. Die Maßnahme sieht vor, dass während der Hauptzeiten des Bring- und Abholdienstes motorisierte Fahrzeuge aus dem Bereich ausgeschlossen werden. Bei einer Veranstaltung am 18. September erläuterten Verantwortliche, wie das Projekt die Sicherheit von Kindern erhöhen und Verkehrsrisiken verringern soll.
Das Fahrverbot gilt täglich von 7:15 bis 8:15 Uhr sowie von 15:00 bis 16:00 Uhr – mit Ausnahme der Schulferien. Beamte der Dortmunder Verkehrspolizei überwachen die Einhaltung der Regeln und sprechen mit Eltern über die Gefahren der sogenannten „Elterntaxis“. Durch ihre Präsenz soll nicht nur die Compliance sichergestellt, sondern auch das Bewusstsein für sicherere Alternativen gestärkt werden.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten Vertreter verschiedener Institutionen die Ziele des Projekts. Anwesend waren unter anderem Vertreter des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, des Ministeriums für Schule und Bildung, der Stadt Lünen, der Elisabethschule sowie des Polizeipräsidiums Dortmund. Jolanta Bialas, Leiterin des Verkehrsamts Lünen, rief die Eltern dazu auf, die ausgewiesenen Haltezonen zu nutzen oder mit ihren Kindern zu Fuß zur Schule zu kommen. Dies fördere nicht nur die Verkehrskompetenz der Kinder, sondern schaffe auch ein sichereres Umfeld vor der Schule.
Schulstraßen wie diese sollen zu ruhigeren, autofreien Zonen in den kritischen Zeiten beitragen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, um Schulwege für junge Fußgänger und Radfahrer sicherer zu gestalten.
Das Projekt in Lünen-Brambauer steht für einen wachsenden Trend, Verkehrsgefahren im Umfeld von Schulen zu reduzieren. Durch polizeiliche Kontrollen und Bürgerbeteiligung soll die Initiative langfristige Verhaltensänderungen bewirken, die die Kindersicherheit in den Vordergrund stellen. Eltern und Verantwortliche arbeiten nun gemeinsam daran, den Erfolg des Vorhabens – nicht nur während der Europäischen Mobilitätswoche, sondern auch darüber hinaus – zu sichern.






