Lebenslange Haft für Brandanschlag auf Rettungskräfte in Ratingen
Ein 57-jähriger Mann, der sich in seiner Wohnung verschanzt und Rettungskräfte mit Feuer angegriffen hatte, ist zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Frank P. zündete in Ratingen während einer gewaltsamen Konfrontation Feuerwehrleute und Polizisten mit Benzin und einem Gas-Luft-Gemisch an. Neun Einsatzkräfte wurden bei dem Vorfall verletzt – viele von ihnen mit dauerhaften Schäden –, bevor ein Gericht entschied, dass der Täter mindestens 15 Jahre im Gefängnis verbringen muss.
Der Vorfall begann, als Frank P. sich weigerte, seine Wohnung zu verlassen, in der Ermittler später die Leiche seiner Mutter entdeckten, mit der er wochenlang zusammengelebt hatte. Als die Behörden eintrafen, startete er einen feuerspeienden Angriff, fesselte die Helfer in die Flammen und verbrannte sie. Neun Menschen – fünf Feuerwehrleute, zwei Polizisten, ein Rettungssanitäter und ein Notarzt – gerieten in das Inferno. Trotz schwerster Verletzungen gelang es ihnen unter extremsten Bedingungen, einander zu retten.
Unter den Verletzten befand sich ein 25-jähriger Polizist, der für zwei Monate ins Koma fiel. Nach einem langwierigen Genesungsprozess kehrte er schließlich in den aktiven Dienst zurück. Acht der neun Einsatzkräfte litten jedoch unter bleibenden Folgen des Angriffs.
Im November dieses Jahres wird der Staat ihren Mut ehren. Am 7. November erhalten die fünf Feuerwehrleute, die beiden Beamten, der Sanitäter und der Arzt im Rahmen einer Feier in Gelsenkirchen das Landesrettungsabzeichen von Nordrhein-Westfalen. Noch am selben Tag sendet die Lokalzeit Düsseldorf im WDR 2 einen Beitrag über den Fall und seine Nachwirkungen.
Frank P. wurde wegen fünffachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, mit einer Mindestverbüßungsdauer von 15 Jahren ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Der Richter nannte seinen extremen Staatshass als entscheidenden Faktor für das Urteil. Unterdessen werden die Einsatzkräfte, die an jenem Tag ihr Leben riskierten, offiziell für ihren Mut und ihr Opfer gewürdigt.






