11 June 2026, 08:17

Kulturhaushalt 2027: Österreich kürzt Budget um 3,3 Prozent auf 608,7 Millionen Euro

Stabile Finanzierung bedeutet 'einen echten Einschnitt' für die Kultur

Kulturhaushalt 2027: Österreich kürzt Budget um 3,3 Prozent auf 608,7 Millionen Euro

Die österreichische Bundesregierung hat den Haushalt für Kunst und Kultur im Jahr 2027 finalisiert. Vizekanzler Andreas Babler konnte tiefgreifendere Kürzungen im Bereich abwenden. Das Gesamtbudget sinkt jedoch um 3,3 Prozent auf 608,7 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Mehrere Bereiche sind von Einsparungen betroffen. Die Förderung für Kunst und Kultur wird auf 181 Millionen Euro im Jahr 2027 reduziert. Der Denkmalschutz verliert eine Million Euro und verbleibt bei 54 Millionen Euro. Bundesmuseen müssen mit einem geringeren Budget auskommen: Für 2027 und 2028 sind 151,2 Millionen Euro vorgesehen.

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Besonders hart trifft es das Museum für Volkskunde. Dessen Sanierungsetat wurde um 11,4 Millionen Euro gekürzt. Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) hingegen erhält für 2027 und 2028 jeweils 37 Millionen Euro.

Nicht alle Bereiche sind von Kürzungen betroffen. Die Basisfinanzierung der Bundestheater bleibt mit 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre stabil. Das Burgtheater führt sein Programm fort und hatte 2026 die Uraufführung von Haut unserer Zähne präsentiert. Um einige Verluste auszugleichen, plant das Kulturministerium die Einführung einer Streamingabgabe. Diese soll Film- und Fernsehproduktionen unterstützen.

Der neue Haushalt sieht in mehreren Kulturbereichen Einsparungen vor. Einige Einrichtungen behalten jedoch ihr bisheriges Förderniveau. Die geplante Streamingabgabe könnte zusätzliche Mittel für Film- und Fernsehprojekte bereitstellen.

Quelle