Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte und sexuelle Übergriffe verdoppelt
Albin ReisingKriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte und sexuelle Übergriffe verdoppelt
Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Zwischen 2020 und 2025 stieg die Gesamtzahl der Straftaten um 57 Prozent, wobei einige Deliktgruppen noch deutlich stärker zunahmen. Sexuelle Übergriffe und Gewalttaten haben sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt.
Der Kölner Hauptbahnhof blieb sowohl 2020 als auch 2025 der am stärksten betroffene Standort. Dortmund rückte 2025 auf den zweiten Platz vor, gefolgt von Düsseldorf und Essen. Auch Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen gehörten in jenem Jahr zu den acht Bahnhöfen mit der höchsten Kriminalitätsrate. Münster blieb in beiden Jahren auf Platz fünf.
Gewaltdelikte nahmen zwischen 2020 und 2025 um 103 Prozent zu, sexuelle Straftaten sogar um 162 Prozent. Auch die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg – um 32 Prozent im selben Zeitraum. Die Kriminalitätsrate erreichte 2023 ihren Höhepunkt, zeigt seither jedoch leichte Rückgangstendenzen.
Die Daten belegen einen deutlichen Anstieg der Kriminalität an NRW-Bahnhöfen. Besonders stark stiegen Gewalttaten und sexuelle Übergriffe, auch wenn aktuelle Zahlen auf eine leichte Entspannung hindeuten. Die Behörden konnten mehr Tatverdächtige identifizieren, was auf intensivierte Ermittlungsbemühungen schließen lässt.
