IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – veraltete Software als Risikofaktor
Andrew GudeIT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – veraltete Software als Risikofaktor
Stadtwerke Detmold kämpfen seit Montag mit schwerem IT-Angriff
Seit Montag hat die Stadtwerke Detmold GmbH mit einem massiven IT-Angriff zu kämpfen. Durch den Vorfall sind zahlreiche Systeme des Unternehmens offline gegangen, darunter Telefon- und E-Mail-Dienste. Auf der Website des Versorgers warnt nun ein Banner die Kunden vor den anhaltenden Störungen.
Der Angriff sorgt für weitreichende Probleme beim kommunalen Versorger. Online-Dienste wie die Übermittlung von Zählerständen sind derzeit nicht verfügbar. Auch die Telefonleitungen, einschließlich des Kundenservice, sind komplett ausgefallen.
Bei den Ermittlungen wurden veraltete Softwareversionen auf den Unternehmenssystemen entdeckt. Ein System nutzte noch PHP-Skripte aus dem Jahr 2013, ein anderes lief mit Windows Server 2003 R2. Zwei weitere Systeme stellten zudem das SMB-Dateifreigabeprotokoll ungeschützt im Internet bereit.
Die Behörden sind informiert – das Landeskriminalamt (LKA) untersucht den Vorfall nun näher. Das Unternehmen prüft zudem, ob Kundendaten kompromittiert wurden. Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme bleibt jedoch unbeeinträchtigt.
Unklar ist noch, wie lange die anfälligen Systeme vor dem am Montag entdeckten Angriff ungeschützt waren. Die Ermittlungen laufen weiter, während das Unternehmen daran arbeitet, seine Dienste wiederherzustellen. Kunden werden gebeten, die Homepage des Versorgers für aktuelle Informationen zu prüfen. Die grundlegenden Versorgungsleistungen wie Wasser, Gas und Strom bleiben trotz der IT-Störung stabil.






