Indischer Stahlriese Jindal will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen
Der indische Stahlkonzern Jindal Steel hat ein Übernahmeangebot für die Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Das unverbindliche Gebot zielt darauf ab, den größten integrierten und klimafreundlichen Stahlerzeuger Europas zu schaffen. Der Vorstand von Thyssenkrupp wird das Angebot nun prüfen – mit besonderem Fokus auf wirtschaftliche Vorteile, die grüne Transformation und die Arbeitsplatzsicherheit.
Jindal Steel, einer der größten Stahlproduzenten Indiens mit Standorten in Afrika und Australien, verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro. Die operative Gewinnmarge lag bei 22 Prozent und übertraf damit die Stahlsparte von Thyssenkrupp, die im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes Betriebsergebnis von 261 Millionen Euro erwirtschaftete.
Das indische Unternehmen hat zugesagt, das DRI-Werk in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über 2 Milliarden Euro zu investieren. Gleichzeitig verspricht es, das industrielle Erbe von Thyssenkrupp zu bewahren und die Produktionskapazitäten auszubauen.
Der Betriebsrat von Thyssenkrupp begrüßte das Übernahmeangebot als positiven Schritt und zeigte sich gesprächsbereit. Auch die Gewerkschaft IG Metall unterstützt das Angebot und wertet es als gute Nachricht für die Belegschaft.
Die Übernahme könnte die europäische Stahlindustrie neu ordnen, indem sie Jindal Steels globale Präsenz mit der etablierten Infrastruktur von Thyssenkrupp verbindet. Bei einer Genehmigung würde die Transaktion langfristige Investitionen in Duisburg und anderen Standorten sichern. Der Thyssenkrupp-Vorstand wird die finanziellen und ökologischen Auswirkungen des Angebots bewerten, bevor eine Entscheidung fällt.






