Essen verlegt Glasfaserkabel fast lautlos und ohne Diesel-Abgasbelastung
Andrew GudeEssen verlegt Glasfaserkabel fast lautlos und ohne Diesel-Abgasbelastung
In Essen wird auf einem Kilometer Länge ein Glasfaserkabel verlegt – und das mit deutlich weniger Lärm und Schadstoffen als üblich. Statt mit dieselbetriebenen Baggern setzen die Bauteams auf elektrische Bohranlagen, um Emissionen und Störungen zu reduzieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden sinken schädliche Abgase und Lärm um mindestens 80 Prozent.
Das Projekt startete mit der Verlegung der ersten 800 Meter Kabel in einem offenen Graben innerhalb eines Trinkwasserschutzgebiets entlang der Ruhr. Anschließend bohrten die Arbeiter weitere 200 Meter unter dem Fluss und einem nahegelegenen Straßenknotenpunkt hindurch.
Ein elektrisches Nutzfahrzeug versorgt die Bohrmaschinen mit Strom, indem es einen großen mobilen Akku transportiert. Das Beratungsunternehmen Green Econo aus Brilon begleitet die Baumaßnahme, um die Energieeffizienz zu steigern und die Emissionen zu senken.
Seit 2025 setzen auch drei weitere deutsche Städte – Hamburg, Stuttgart und Dresden – auf ähnliche Pilotprojekte. Diese Initiativen konzentrieren sich ebenfalls auf eine leisere und sauberere Verlegung von Glasfaserkabeln mithilfe elektrischer Geräte.
Das Essener Vorhaben zeigt, wie elektrische Bohranlagen laute Dieselbagger bei städtischen Infrastrukturarbeiten ersetzen können. Da Lärm und Emissionen um über 80 Prozent reduziert werden, könnte dieser Ansatz zum Standard für künftige Glasfaserausbauprojekte werden. Andere Städte testen die Technologie bereits für ihre eigenen Netze.






