"Enter the Gungeon 2": Dodge Roll trotzt Roguelike-Trends mit klassischem Gameplay
Andrew Gude"Enter the Gungeon 2": Dodge Roll trotzt Roguelike-Trends mit klassischem Gameplay
Dodge Roll kündigt Enter the Gungeon 2 an – den Nachfolger des gefeierten Action-Roguelikes. Das Original, das in diesem Monat sein zehnjähriges Jubiläum feiert, prägte das moderne Genre maßgeblich, steht nun aber in der Kritik seines eigenen Schöpfers. Designer Dave Crooks äußert Bedenken über aktuelle Trends im Roguelike-Design.
Enter the Gungeon erschien vor einem Jahrzehnt und wurde zu einem der prägendsten Titel der Roguelike-Renaissance. Mit über 14 Millionen verkauften Exemplaren verband es präzisen Bullet-Hell-Kampf mit prozedural generierten Dungeons. Der Nachfolger bleibt diesem Kernkonzept treu, setzt jedoch auf einen 3D-Artstyle.
Crooks positioniert sich deutlich gegen eine von ihm wahrgenommene Verwässerung des Genres. Seiner Meinung nach verlassen sich viele aktuelle Roguelikes – darunter Vampire Survivors und Minos – zu stark auf Fortschrittssysteme und glücksspielähnliche Mechaniken. Diese Entwicklung entferne sich vom Geist des ursprünglichen Rogue, das auf Geschicklichkeit und Wiederspielbarkeit statt auf Freischaltungen oder Meta-Fortschritte setzte.
Bei Enter the Gungeon 2 setzt das Team konsequent auf die Stärken des ersten Teils. Ziel ist es, die schnelle, risikoreiche Action zu bewahren, die das Original so besonders machte. Crooks betont: Der Nachfolger werde keinen Trends hinterherlaufen, sondern das bewährte Konzept verfeinern.
Der Release steht in einer Phase, in der das Studio sich gegen die zunehmende Kommerzialisierung des Genres stellt. Enter the Gungeon 2 wird zeigen, ob Spieler noch an einem klassischen Roguelike-Erlebnis interessiert sind. Konkrete Veröffentlichungsdaten stehen noch aus, doch der Wechsel zu 3D deutet auf eine frische Interpretation eines etablierten Spielprinzips hin.






