Dystopischer Roman Wir nicht entfacht in Bottrop Debatte über Frauenrechte
Andrew GudeDystopischer Roman Wir nicht entfacht in Bottrop Debatte über Frauenrechte
Dystopischer Roman zu Frauenrechten rückt in Bottrop in den Fokus
Letzte Woche stand in Bottrop ein dystopischer Roman im Mittelpunkt, der sich mit den reproduktiven Rechten von Frauen auseinandersetzt. Wir nicht, das Debütwerk der Autorin Nora Burgard-Arp, wurde am 26. September 2025 im Filmforum der VHS Bottrop präsentiert. Die Veranstaltung fand anlässlich des diesjährigen Safe Abortion Day statt, einer jährlichen globalen Kampagne, die sich für den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen als grundlegendes Gesundheitsrecht einsetzt.
Die Lesung wurde vom Gleichstellungsbüro der Stadt Bottrop organisiert, das sich auch für eine Reform des deutschen Abtreibungsrechts starkmacht. Seit 1871 unterliegt der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland dem Strafrecht. Burgard-Arps Roman entwirft eine Zukunftsvision, in der die Körper von Frauen von einem unterdrückerischen Regime kontrolliert werden, und begleitet die Protagonistin Mathilda, die sich nach einer ungewollten Schwangerschaft zur Wehr setzt.
Im Anschluss an die Lesung hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Autorin bei einer Signierstunde kennenzulernen. Exemplare von Wir nicht wurden von der Bottroper Humboldt-Buchhandlung bereitgestellt. Burgard-Arp bietet zudem kostenlose Schullesungen auf Einladung von Lehrkräften an, um die Reichweite des Romans auch bei jüngeren Leserinnen und Lesern zu erhöhen.
Veranstaltungen wie diese zum Safe Abortion Day sollen auf die anhaltenden Kämpfe um reproduktive Selbstbestimmung aufmerksam machen. Das Bottroper Gleichstellungsbüro nutzte den Anlass, um rechtliche Änderungen zu fordern – ganz im Sinne des internationalen Fokus auf sichere und zugängliche Versorgung.
Die Bottroper Veranstaltung verband Literatur und Aktivismus und nutzte fiktionale Erzählungen, um reale Debatten anzustoßen. Burgard-Arps Roman reiht sich damit in die größeren Bestrebungen ein, restriktive Gesetze infrage zu stellen. Kostenlose Schullesungen und öffentliche Diskussionen sorgen dafür, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema über die Seiten des Buches hinausgeht.






