Die Toten Hosen erhalten Ehrenmitgliedschaft für ihr musikalisches Engagement gegen NS-Zensur
Andrew GudeMusikakademie ehrt Die Toten Hosen für Gedenkprojekt - Die Toten Hosen erhalten Ehrenmitgliedschaft für ihr musikalisches Engagement gegen NS-Zensur
Die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf wird der Band Die Toten Hosen im kommenden Monat die Ehrenmitgliedschaft verleihen. Die Punkrock-Gruppe erhält diese Auszeichnung für ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester der Hochschule. Im Rahmen ihres gemeinsamen Projekts setzten sie sich mit Musik auseinander, die 1938 vom NS-Regime verboten worden war.
Die Kooperation begann 2013 mit dem Album "Entartete Musik – Willkommen in Deutschland", das Live-Mitschnitte von drei Gedenkkonzerten vereinte und Punk mit klassischer Musik verband. Sämtliche beteiligten Künstler spendeten ihre Gage für Stipendien und Studentenaufführungen in Düsseldorf.
Das Projekt rückte Werke in den Fokus, die 1938 in der NS-Ausstellung "Entartete Musik" diffamiert wurden – Kompositionen von Künstlern, die als "undeutsch" gebrandmarkt waren. Durch die Wiederbelebung dieser Stücke setzten Band und Orchester der historischen Zensur ein künstlerisches Zeichen entgegen.
Die Hochschule würdigt nun dieses Engagement und hebt dessen Bedeutung für interdisziplinäre Arbeit, gesellschaftliche Verantwortung und künstlerische Freiheit hervor. Die offizielle Verleihung findet am 13. November statt.
Die Ehrenmitgliedschaft stellt eine seltene Ehrung für eine Punkband in der klassischen Musikszene dar. Gleichzeitig sichert sie die weitere Förderung von Nachwuchsmusikern durch das Vermächtnis des Projekts. Die Zusammenarbeit bleibt ein einzigartiges Beispiel dafür, wie Musik Genres und Geschichte verbinden kann.






