DGB Niederrhein und Wesels OB diskutieren faire Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswandel
Ljiljana HeinDGB Niederrhein und Wesels OB diskutieren faire Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswandel
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Niederrhein traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister, um über die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt und das regionale Wirtschaftswachstum zu sprechen. Unter der Leitung von Geschäftsführerin Angelika Wagner tauschte sich die Gruppe mit Oberbürgermeister Rainer Benien über die Sicherung fairer Arbeitsbedingungen und die Stärkung der lokalen Zusammenarbeit aus.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die sich wandelnde Wirtschaftsstruktur Wesels. Seit 2020 hat die Stadt in traditionellen Branchen wie Stahl und Chemie Umstrukturierungen erlebt, während Logistik und Dienstleistungen gewachsen sind. Dieser Wandel hat zwar neue Arbeitsplätze geschaffen, doch viele davon sind schlecht bezahlt oder prekär – insbesondere im Dienstleistungssektor. Die Arbeitslosenquote liegt jedoch weiterhin nahe am Bundesdurchschnitt.
Die DGB-Delegation betonte die Notwendigkeit menschenwürdiger Arbeit, stärkerer Tarifbindung und politischer Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten. Wagners Team forderte eine engere Zusammenarbeit mit lokalen Entscheidungsträgern, um eine stabilere und sozial abgesicherte Wirtschaft aufzubauen.
Oberbürgermeister Benien hob in seiner Antwort die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Regierung, Unternehmen und Gewerkschaften hervor. Die Diskussion fand in einer konstruktiven Atmosphäre statt, und beide Seiten vereinbarten, den regelmäßigen Austausch fortzusetzen. Das Treffen markierte den Beginn einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Gewerkschaften.
Themen wie Arbeitsqualität, Lohnsicherheit und regionale Entwicklung standen im Fokus der Gespräche. Sowohl der DGB als auch die Stadtführung Wesels verpflichteten sich zu weiterer Kooperation bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. In zukünftigen Treffen soll auf den erreichten Fortschritten aufgebaut werden.






