Deutsche Bahn startet Rekordbohrungen für neue ICE-Strecke zwischen Bielefeld und Hannover
Albin ReisingDeutsche Bahn startet Rekordbohrungen für neue ICE-Strecke zwischen Bielefeld und Hannover
Die Deutsche Bahn hat mit den bislang tiefsten Erkundungsbohrungen für die geplante ICE-Strecke zwischen Bielefeld und Hannover begonnen. Das 230 Meter tiefe Bohrloch bei Porta Westfalica markiert die neueste Phase einer Reihe von Untersuchungen. Unterdessen fordern Anwohner und Landwirte eine stärkere Einbindung in die Entscheidungsprozesse des Projekts.
Seit Anfang September wurden sechs Bohrungen im Umkreis von Porta Westfalica niedergebracht. Ziel der Arbeiten ist es, die Untergrundstruktur und die Gesteinsstabilität entlang der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bewerten. Sollten die Ergebnisse auf schwächere als erwartete Bodenverhältnisse hindeuten, könnten alternative Trassenführungen erneut geprüft werden müssen.
Alle Bohrungen sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein, die endgültigen Ergebnisse werden für Anfang 2026 erwartet. Das Vorhaben ist Teil der umfassenden Umgestaltung des deutschen Fahrplansystems, mit dem die Vernetzung verbessert und Fahrzeiten verkürzt werden sollen.
Die Kritik an den aktuellen Plänen wächst: Über 30.000 Menschen haben eine Petition an den Petitionsausschuss des Bundestags unterzeichnet. Lokale Initiativen, Anwohner und Landwirte fordern strengeren Schutz für betroffene Flächen sowie eine verstärkte Bürgerbeteiligung.
Das Morgenmagazin der ARD wird am 7. November 2025 um 5:30 Uhr über das Thema berichten, gefolgt von einem Beitrag in der Lokalzeit des WDR um 19:30 Uhr desselben Tages.
Die Bohrergebnisse werden entscheiden, ob Anpassungen der Trasse notwendig sind. Zudem sind Langzeitmessstellen an ausgewählten Standorten geplant. Die Ergebnisse werden künftige Entscheidungen über die Auswirkungen und die Gestaltung des Projekts prägen.






