20 March 2026, 18:22

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernster Miene und einer Frau, die verschmitzt in die Ferne schaut.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch vor

Schauspieler und Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und sogar ihre Identität für Online-Dating missbraucht zu haben. Die Anschuldigungen haben eine breitere Debatte über Frauenfeindlichkeit und Verantwortung in der Unterhaltungsbranche ausgelöst.

Fernandes bezeichnete Ulmens Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und betonte, er habe unakzeptable Grenzen überschritten. Der Fall zieht Parallelen zu anderen prominenten Vorfällen, in denen Frauen sich gegen Missbrauch durch mächtige Männer zur Wehr setzten.

Die Beziehung zwischen Fernandes und Ulmen wurde 2010 öffentlich – manche Kritiker fragten damals, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen mit einer ehemaligen Viva-Moderatorin zusammen sei. Nun werfen ihre Vorwürfe ein neues Licht auf sein früheres Schaffen, insbesondere auf seine umstrittenen Formate.

2013 moderierte Ulmen "Wer will meine Freundin vögeln?", eine satirische Gameshow, in der männliche Kandidaten darum wetteiferten, deren Partnerin am begehrenswertesten sei. Seine Figur Uwe Wöllner – ein Mann mit übertrieben schiefen Zähnen – verkörperte ein Image, das heute viele als tief misogyn wahrnehmen. Schon in den mittleren 2000er-Jahren spielte er in "Mein neuer Freund" eine Reihe schrecklicher Freunde: eine Reality-Show, in der er sich absichtlich so schlecht benahm, bis die Frauen ihn verließen. Eine seiner berüchtigtsten Rollen war Alexander von Eich, ein reicher, aristokratischer Snob.

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Im Netz stößt Fernandes' Schilderung auf starke Resonanz – viele verweisen dabei auf das Credo der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Der Fall wird als Teil eines größeren Musters gesehen, in dem Frauen sich gegen mächtige Männer wehren, die sie ausnutzen und verletzen.

Fernandes' Vorwürfe zwingen zu einer Neubewertung von Ulmens Karriere, besonders seiner Geschichte, frauenfeindliche Charaktere zu spielen. Die öffentliche Reaktion spiegelt wachsende Frustration über den Umgang mit Frauen wider – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Rechtliche und berufliche Konsequenzen für Ulmen bleiben ungewiss, doch die Diskussion über Verantwortung in der Unterhaltungsbranche geht weiter.

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