13 June 2026, 18:17

CDU zerrissen: Soll die Brandmauer zur AfD vor den Ost-Wahlen fallen?

Unionspolitiker warnen vor Abschwächung des Schutzes gegen die AfD

CDU zerrissen: Soll die Brandmauer zur AfD vor den Ost-Wahlen fallen?

Die Spannungen innerhalb der CDU haben sich vor den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland wegen einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD weiter zugespitzt. Führende Parteimitglieder warnen eindringlich vor den Risiken eines Schulterschlusses mit der rechtspopulistischen Partei. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die CDU an ihrer strikten Ablehnung der AfD festhalten oder eine begrenzte Kooperation in Erwägung ziehen soll.

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Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, bezieht eine klare Position gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD. Er argumentiert, die Positionen der Partei stünden im Widerspruch zu den christdemokratischen Werten. Auch lehnt er es ab, die langjährige Brandmauer der CDU gegenüber der AfD durch eine Politik roter Linien zu ersetzen. Laumann hat angekündigt, zurückzutreten, falls die CDU eine Koalition mit der AfD eingeht oder aktiv mit ihr zusammenarbeitet. Zudem betonte er, dass es demokratischen Kräften bereits gelungen sei, die AfD in Thüringen und Sachsen an den Rand zu drängen.

Herbert Reul, Innenminister des Landes, teilt diese Haltung. Er bezeichnet die AfD und ihre Ideologie als die größte Gefahr für die Demokratie. Reul hat erklärt, er werde die Partei verlassen, sollte sie ihre Ablehnung der AfD abschwächen. Dennis Thering, Landesvorsitzender der Hamburger CDU, warnt vor massiven Verwerfungen innerhalb der Partei, falls diese nach den bevorstehenden Wahlen mit der AfD kooperiert.

Auch Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmergruppe, hat sich zu Wort gemeldet. Er warnt, eine Zusammenarbeit mit der AfD würde die Union spalten. Laumann rät der CDU, nicht darauf zu verzichten, eigene Anträge einzubringen – selbst wenn die AfD sie unterstützen könnte –, außer in Fällen von Minderheitsregierungen.

Die CDU steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung in ihrer Haltung zur AfD. Spitzenvertreter haben deutlich gemacht, dass sie lieber zurücktreten würden, als eine Kooperation mit der Partei zu akzeptieren. Der Ausgang dieser Debatte könnte die künftige Ausrichtung der CDU in Ostdeutschland prägen.

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