Bremer Buchhandlung "Golden Shop" provoziert mit Wolfram-Weimer-Relaunch nach Preis-Aus
Marit CichoriusBremer Buchhandlung "Golden Shop" provoziert mit Wolfram-Weimer-Relaunch nach Preis-Aus
Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen mit auffälligem Relaunch
Die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ hat ein markantes Redesign erhalten. Ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer prangt nun im Schaufenster – flankiert von seinen eigenen Büchern. Die Umgestaltung folgt auf den Ausschluss des Ladens vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026, der wegen eines umstrittenen Fassadenspruchs erfolgte.
Die Buchhandlung gehörte zu drei Geschäften, die Weimer persönlich von der Auszeichnung ausgeschlossen hatte. Am Samstagnachmittag brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent über dem ursprünglichen Spruch an. Die Fassade zieren nun Zitate des Ministers – allesamt als verfassungskonform geprüft.
Zudem verkauft der Laden nun Tassen mit dem Aufdruck „Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“. Inhaberin Ausma Zvidrina betonte, dass Weimers Werke weiterhin nicht im Sortiment sein werden. Auf Instagram teilte sie Fotos des neuen Designs und richtete sich dabei direkt an den Minister.
Auf die Frage, ob das Redesign den Laden von linksextremen Positionen distanziere, winkte Zvidrina belustigt ab.
Die Umgestaltung umfasst eine neue Schaufensterpräsentation und ministerielle Zitate. Die Besitzerin machte deutlich: Weimers Bücher bleiben weiterhin aus den Regalen verbannt. Die Veränderungen sind eine öffentliche Reaktion auf die frühere Ausschluss-Debatte.






