Baraou kämpft um historischen Titel: Vereinigung im Halbmittelgewicht steht bevor
Ljiljana HeinBaraou kämpft um historischen Titel: Vereinigung im Halbmittelgewicht steht bevor
Abass Baraou, Deutschlands einziger aktueller Box-Weltmeister, steigt am 31. Januar 2026 gegen Xander Zayas in den Ring. Der Kampf in San Juan, Puerto Rico, bietet dem 31-Jährigen die Chance, die Titel im Halbmittelgewicht zu vereinen – ein seltener Erfolg in der deutschen Boxgeschichte.
Baraou, der aus dem Ruhrgebiet stammt, schrieb im September Geschichte, als er in New Orleans den WBA-Weltmeistertitel gewann. Er besiegte Yoenis Tellez und sicherte sich damit den vollwertigen Gürtel, nachdem er zuvor die Interimsversion gehalten hatte. Sein Sieg war erst der dritte Fall, dass ein deutscher Boxer einen WM-Kampf auf US-amerikanischem Boden für sich entschied.
Das bevorstehende Duell gegen Zayas bestreitet Baraou als freier Athlet ohne festen Promoter. Bei einem Erfolg würde er sich in die Riege der deutschen Box-Elite einreihen: Bisher gelang es nur Dariusz "Tiger" Michalczewski und Sven Ottke, Titel verschiedener großer Verbände zu vereinen.
Mit 31 Jahren ist Baraou derzeit Deutschlands einziger aktiver Box-Weltmeister. Sein Karriereweg führt ihn 2026 in einen entscheidenden Moment, in dem er sein Vermächtnis im Sport weiter festigen kann. Der Kampf in Puerto Rico wird zeigen, ob er einen weiteren Gürtel seiner Sammlung hinzufügen kann. Ein Sieg würde ihn in die Reihe der erfolgreichsten deutschen Boxer neben Michalczewski und Ottke katapultieren. Gleichzeitig unterstreicht das Duell seinen ungewöhnlichen Weg als unabhängiger Kämpfer ohne Promoter-Bindung.






