Antisemitische Beleidigungen und Gewalt erschüttern Kölner Kreisliga-Fußball
Andrew GudeSportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Beleidigungen und Gewalt erschüttern Kölner Kreisliga-Fußball
Für den 10. Oktober ist eine Verhandlung vor dem Sportgericht angesetzt – ausgelöst durch schwere Vorwürfe nach einem Spiel in der Kölner Kreisliga. Der Fußballverband Mittelrhein untersucht Vorfälle von antisemitischen Beleidigungen und einer körperlichen Attacke während der Partie zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II. Der Vorfall ereignete sich nach dem 7:2-Sieg von TuS Makkabi am 14. September.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen sechs Beschuldigte, denen antisemitische Beschimpfungen und eine gewalttätige Attacke vorgeworfen werden. Spieler von TuS Makkabi Köln berichten, sie seien während und nach dem Spiel verbal angegriffen worden; zwei von ihnen seien angespuckt, andere nach Spielende sogar handgreiflich angegangen worden. Der Verein hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Köln (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet.
TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, kündigte jedoch eine interne Überprüfung an. Die Behörden rekonstruieren noch den genauen Hergang; die Anhörung soll in der Sportschule in Hennef stattfinden.
Das Spiel selbst endete mit einem klaren 7:2 für TuS Makkabi – doch die Ereignisse danach haben das Ergebnis in den Hintergrund gedrängt. Nun werten die Ermittler Zeugenaussagen und Beweismaterial aus, bevor das Verfahren beginnt.
Die Verhandlung am 10. Oktober wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten disziplinarische Maßnahmen gegen die Beteiligten folgen. Das Ergebnis könnte auch prägend dafür sein, wie künftig mit ähnlichen Vorfällen in der Liga umgegangen wird.






