Antimilitaristische Proteste in Köln und Bonn eskalieren mit Polizeieinsätzen
Marit CichoriusAntimilitaristische Proteste in Köln und Bonn eskalieren mit Polizeieinsätzen
Am 29. August 2023 kam es in Köln und Bonn zu einer Reihe antimilitaristischer Proteste. Demonstranten zielten auf Industrieanlagen und politische Büros ab, was zu Polizeieinsätzen führte. Die Aktionen waren Teil einer wochenlangen Kampagne gegen Militarismus in der Region.
Bereits am frühen Morgen versammelten sich über 200 Protestierende am Standort des Industrieunternehmens Deutz AG. Sie versuchten, das Gelände zu betreten, und blockierten den Eingang mit Transparenten, auf denen antimilitaristische Botschaften standen. Die Polizei löste die Gruppe auf, nachdem diese Aufforderungen ignoriert hatte, Masken abzunehmen und sich an die Versammlungsgesetze zu halten. Drei Personen wurden kurzzeitig festgenommen, weil sie sich der Räumung widersetzten.
Später drangen etwa 20 Menschen in die SPD-Parteizentrale in der Kölner Magnusstraße ein. Sie weigerten sich zu gehen, woraufhin wegen Hausfriedensbruchs Anzeige erstattet wurde. Die Polizei beendete die Besetzung kurz darauf.
In Bonn-Beuel meldete die Rheinmetall AG eine separate Kundgebung von 30 bis 40 teilweise vermummten Personen vor ihrer Niederlassung. Der Vorfall stand im Zusammenhang mit derselben Protestwelle.
Die Demonstrationen führten an mehreren Orten zu vorübergehenden Behinderungen. Die Polizei griff ein, um das Versammlungsrecht durchzusetzen und Besetzer zu entfernen. In mindestens einem Fall wurde Strafanzeige gestellt.






